Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Künstler.

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. "Woher kommts, daß so mancher Künstler, in Absichtnes sittlichen Charakters, seiner Kunst oft so wenig Ehre'acht? Woher kommts, daß so mancher Künstler, sobnJl Euerseits groß in seinem Fache ist, «uf der andernir* ^ein in Absicht seiner Bildung und seines moral-e» ^bens erscheint? Was erklärt gewisser Maßen die-^ Widerspruch? Was erklärt so manchen Künstler-Hang"N einem ausschweifenden Leben ? Woher kommt oft jeneJWsie Nonchalance? Woher jene so genannten Genie-streiche, die man vorzüglich an Künstlern entdeckt?

<* Diese Erscheinung möchte ich mir jezt erklären; diese2mgen will ich jezt zu beantworten suchen.

», Der erste Grund davon liegt, wie ich glaube, in der^t seines Studiums, und der Bildung, die er sich für'^"Jach zu geben bestrebt. Ist es nicht gerade der sinnst,^ ^heil seines Ichs, den der Künstler am meisten, undJ nuc zu sehr, auf Kosten anderer Kräfte, ausbildet;^ Nach hxx Natur seiner Kunst, und nach den Bedürf-3 ili °iner artistischen Vollkommenheit, die er sich zum^ ^ Maßt, auvbiidcu muß?

toiri — wenn er anders groß in seiner Kunst werdenwas sucht er mehr, was kann, wqs soll er mehr su-cchN, als ein feines Gefühl für jede Schönheit? als Ge,Mi kür jeden sinnlichen Reiz? Ist Geschmack also nicht^,/rste Kraft, die er auszubilden sucht? Alle seine Be-dungen, sind fie nicht auf die Cultur seiner sinnlichen^icht t? ^er empfindenden Hälfte seiner Seele ge-

^ch rede vom Künstler, wie er meistens wirklich ist, wie^ Uns so oft im Lebe» erscheint; und also liegt es ausserggege, mich über den Werth dieser Bildung ein««»a - ' "ur so viel führe ich als Folge derselben an, daßEeser Ausbildung der bloß empfindenden Seele, aus^wr Ausbildung jenes sinnlichen Reizes, sehr leicht einnach Sinnlichkeit überhaupt entstehen könne.s ef ,eß . Bedürfniß, das befriedigt, und wieder befriedigt,'cht Hang nach Sinnlichkeit werden kann, wie oft iststb®( Quelle des dissolnten Künstler - Lebens! Er er«d,"»-uns nun am Opfer - Altar der Denus, oder unterNj.n 7"U>eihten des Wein-Gottes, oder wo er wolle,mahl ^ unterstützt folgende Bemerkung, die ich tausend,u' ju machen Gelegenheit hatte, diese Meinung.

Woher