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Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Künstler.

Woher konrmt es, daß immer zehn Tonkünst'er

nie - Streichen aufgelegt sind, bis es i[fl e11 "ein Mahler ist? Woher kommt es, daß wir in sene'zehnmahl Hang nach Sinnlichkeit antreffen, als ^ftn? Woher — daß wir bey Tonkünstlern t>icl tausgelassenes, völlig nick,Achtloses Leben, finden, «andern Künstlern ? Ich glaube, es kommt mit hcrvo«terschied der Kunst selbst, ihrer verschiedenen Natur, >besondern Abzeichen. Weniger — eö ist ja ^ sli11 Lvn(lifug — weniger als die Tonkunst, wirkt jede andereästf die simUtcheu Theile, — auf die leidende Seele» ^niger kief, als Tonkunst, dringt jede andere Kunst, * n „d)weniger scharf ist ihr Reiz. Ais»

gefühlvolle Herz

vall

kleiner ist daü Bedürfniß nach Sinnlichkeit überhaupt' xsie geben kann; sicherer sind, bey ihren schwäch'crn ‘ „gen auf die Nerven, die Gränzen, innerhalb welche» " eKünstler vor so mancher sinnlichen Ausschweisuulwahrt. So kann aus fortdauernder Ausbildung ^suhle für sinnlichen Reiz und Schönheit siocrhaupt echwisses Bedürfniß nach Sinnlichkeit entstehen; »nd,°'!„-Bedürfniß kann wieder leicht die erste Quelle eines dE^ten Lebens werden, wenn der Künstler nicht Herr I ^selbst zu werden, oder, durch Gefühl für Ehre undge»d jene sinnlichen Triebe, nicht einzuschränken, oder l»Gebieth der Sittlichkeit zu leiten vermag. aui0''

Aber nicht nur Bildung zur Kunst, nein, auch^ung derselben, versinnlichk den Künstler gewisser ^Litdas heißt, gibt ihm täglich neues Bedürfniß des st""' ^Genusses, — wenn er anders weiter nichts istKünstlbr.

So cultivirt also der Künstler zuwenigRrafte seiner Seele, die isolirte Kraft der tteberleg" ^dies liegt in der Art seiner Erziehung und Bildung,gesehen haben; und dies mag zugleich eine neuencs öftern Verfalles seyn. Denn vervollkommnete ,,chckKraft würde ihn tausend Mahl von einem Echrstk»' ge-hakten, zu welchen thu Sinnlichkeit verleitet. , Wgs,trachte doch nur einmahl die Erziehung eines er

der zu einem Virtuosen gebildet werden soll. ^ K-nicht alle seine Kräfte, so wie alle seine Stunden, de -glernung seines Instruments aufopfern? Freylich ^chter in die Grundsätze seiner Kunst eindringen/ soll er