450
Künstler.
Was wirb sich ein solcher Künstler wohl versagen, i" "Welt, wo mau so oft den Werth des Menschen; nöCt '/ a &,Gewichte seiner Börse und der Schwere seinesmißt? — in einer Welk, wo man durch klingende -
so leicht die Gesetze versöhnen, ja gewisser Maßen sichdieselben hinweg setzen kaun?
So stießt also so manche Thorheit, so uranust,-- ,schweifung, so manche dissolute Aufführung des Kunst"zulezt in den Reichthum, er bestehe nun in Geld,Verrath von goldenen Uhren, Dosen und Ringe» „ {1IQuelle zurück. Ob aber der Künstler bey c< lict!1 „..-fieltBeutel nicht besser, als bey dem Gefühle einesMangels, spielen werde? ist eine Frage, die ausserWege liegt; denn ich redete hier bloß vorn Mißbrauch ^Reichthumes, und behauptete bloß, daß ein Glück,ches sich der Künstler nicht zu schicken wisse, ihnweit führe, und zu Ausschweifungen verleite. Ich %nicht gerade hin, daß die Künste Töchter des Ueberm»' (seyn; aber dieser Satz leidet seine Einschränkung, t|llDseine Ausnahmen.
Erklären kann ich mir also das dissolute Leben stchcr Künstler, dieser kurzen Abhandlung zu Folge, au«'eigenen fehlerhaften Art ihrer Bildung und Erzieh^ ^vermöge welcher man nur auf Ausbildung derauf Verfeinerung des sinnlichen Geschmackes stehhdie Vervollkommnung der höhern Seelen -Ktästeganz vernachlässigt; vermöge welcher man den»ncistens nur mit Tändeleyen unterhalt, und zu stheErlernung gründlicher Wissenschaften, die nur oß lttl ^Urtheils-Kraft vervollkomumen können, zurück hall' , ic wklären kann ich mir es aus einem Hang nach S"'"keir, der für den Künstler bey einer zwecklosen DN. jßbey einem fehlerhaften Studium derKnnst, leichtDedM' ,
werden kann. Erklären — aus seinem eigenen rvirk» ^
Rrcio, der in den Städten, der an Höfen ist, wo etschliinme Beyspiele so leicht verführt, und in dender Sinnlichkeit mit hinab gezogen werden kann: -y ^der übertriebenen Schätzung, die er oft durch stcne ^schicklichkeit einärndet, — ans einem zu sehr geschu''.ten Stolz,- der ihn aufblähet, über Rücksichten aus o ^theile kaltenr besserer Meoschen erhebt und lin^Aii;und ihn die Gesetze der Sittlichkeit, dcö Wohlstandes^