Kupfer. 575
9. Noch reicher an Kupfer - Erzen ist gemeiniglichper den Flöz-Gebirgen eigene, fast immer märgel-hafre Thon-Schiefer, welcherdeshalb auch Tupfer-Schiefer genannt wird (*°). Dergleichen Erze bre-chen vorzüglich zu Thalitter in Hessen, in der GrafschaftDiansfeld, und an mehren: benachbarten Orten, weilfca* dortige Kupfer - Flöz steh sehr weit erstreckt. Derhiesige Schiefer ist bald mehr oder weniger kalk - undlhonartig, zuweilen schwärzlich, und manchmahl mitErd-Harz durchdrungen. Das Er; in demselben be-stehtmeistausKupfer-Kies, grauem und rothem Ku-pfer-Glase, und zuweilen, doch sehr selten, aus ge-diegenem Kupfer, ingleichem Kupfer-Grün und Kupfer-blau, und ist dem Schiefer entweder in kleinen fast un-kenntlichen Theilchen, einzeln und zerstreut beygemischt,oder es liegt in den Spalten des Schiefers in Blätt-chen. Der Gehalt des ausgeschiedenen Schiefersist 1, bis z pro Cent. Die davon fastendenSchwarz-Kupfer halten 6, 8, 12 und zuweilen mehrLoth Silber im Centner.
10. Der stracificirte Sand-Grein, giebt vor-züglich an der West» undSüd-Seite der uralifchenGebirge reiche Lager-Stätte der Kupfer-Erze ab.Es brechen aber auch Kupfer-Sanderze beyJlmenani" Thüringen, bey Lauterbach in Hessen, bey West-heim im Cölnifchen (*'), und die sandsteinige Sohle
deS
Bey Drvß-CamSdors in Sachsen, breche» die Kupfer-Erzein flvrartigem, mit Versteineriinge» versehenen Kalk-Erein.Die Gang. Art ist Schwer «Spath und Eisen -Ocher.
Zuweilen habe» auch die Srein-Lohten einigen Kir-rster-Gehalt; ja, Lehman» (Gesch. der ljlözgeb. S. 2,9)fuhrt an, daß die von Hartka bey dlmmu« an ?o die ,6Pfund im Centner kielten. Manchmahl ist der Ka>k-Schje-fec ebenfalls von ziemlichem Gehalte. Im Obfchrfchey-Syrk in den ttralen hält er r bis « pro Cenr.
kf') Der Vergniei'ster Rhode sagt zwar: Sand-Gebirge»giebt, wie wir in unsermFlodenberg erfahren haben, keine»anhaltende Anbräche, doch können hin und wieder gute
.. erz-