Lebens-Art.
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Kenntnisse'besitzen, als er zu diesim braucht; ja,' eres in einigen vorzüglich weit gebrächt haben,wenn er nist Nutzen seine eigentliche HauptBeschäft-igung erlernen will. Während den Lehr- Jahrenbleibt seine/Unterhaltung gemeimglrch den Aeltern- überlassen; der Aufwand in oerKwidimg ist größer;'die Reifen im Auslande lasten sich nicht, w-e dre?)iet-ufewder Handwerker einrichten-, und d:e wirkliche Be-setzung als Meister erfordert größere Kosten. Der-jenige der sich den DZ'ffenschaften widmen soll, mußnoch mehr anwenden können. Der längere Anfeilt--halt auf der Schule; die Kostbarkeit des Privat--Unterrichtes zur Erwerbung so mancher Kennkmsse,die auf vrr Schul- nicht erlernet werde» können; dastheure Leben auf der Universität, sowohl in Rücksichtder eigenen kostaren Dekonomie, der mancherleyVergnügungen und Zerstreuungen/ als auch der ei-gentlichen gelehrten Beschäftigungen; der nachherigeAufenthalt im väterlichen Haufe, bis der junge Ge-lehrte das Glück hat, ein Aemkchen zu bekommen,' das den einzelnen Mann ernährt: — dies alles kannni-cht ohne eigenes, ich möchte sagen, mehr als mit-telmäßiges, Vermögen bestrmen werden.
, Ein berühmter Gekehrter und Schriftsteller behauptet' zwar geradezu, daß Armuth einen fähigen KvpfvomStu-■ Vieren nicht abschrecken müsse. Er führt zwey GründeAlt, Der erste: daß es ein schlechtes Vertrauen auf diegöttliche Vorsehung anzeige, da Gott gewiß Mittel undWege finden würde, die redliche Absicht iuvo dieses Ver-. trauen auf ihn zu erfüllen. Der andere ist aus der Ge-schichte genommen,' daß sehr häufig aus armen Leute» diebrauchbarsten Männer geworden wären. Beydes istwahr; und mau könnte noch einen dritten Grund hiüzuseyen, daß es nicht pur viele Anstalten giebt, den Dürft-igen zu unterstützen, sondern'daß er auch auf mancherley'Weite sich selbst forthelfen kann.
Ohne mich auf die Widerlegung dieser Gründe hiereinzulassen, »vollen wir bloß das rrwegen, was die täg-liche