48 Lebens-Art.
• daß Nrchtdeuker, Nachbetet, )a - Herren aüsdieentgeaeugesehte Weise am besten erzogen werden.
Hierbcy nrüssen siezn verhüten suchen, daß dieseEntwickelung und Hjldung der Anlagen und Rräftecj! ihrer Rinder nicht schädlich für sie werde. Alleshier zu thun, steht zwar nicht in der Aeltern Macht;denn kein Sterblicher wird es je dahin bringen kön-nen, daß keine Empfindung und Vorstellung in dem° jungen Menschen erweckt, keine Aeusserung seiner' freyen Selbstthätigreit ihm gestattet wird, alsnurdie,welche gerade in diesen Augenblicken zur rechten Bild-ung und Vervollkommnung seiner natürlichen Anla-gen erforderlich war. Aber dies muß uns nicht ab-schrecken, muß uns vielmehr antreiben, das zu thun,was wir können; und da werden wir gestehen müssen," daß es sehr in unserer Gewalt steht, anerkannt schäd-liche Empfindungen, Vorstellungen und Aeusserungender Thätigkeit zu verhindern. Nur müssen verständ-ige Aeltern auch hier sehr behutsam verfahren, daßsie nicht gerade durch diese Verhinderung Nachtheilverursachen. Wenn sie nähmlich die Thätigkeit desKindes auf irgend einen andern Gegenstand lenkenwollen, als worauf das Kind dieselbe izt gerichtet hat,so muß dieses Umlenken so unmerklich geschehen, undso natürlich zu seyn scheinen, daß das Kind ihre Ab-sicht nicht wahrnehme, und keine Störung seinerThätigkeit dabey empfinde.
Endlich müssen die Aeltern sich bemühen, demRinde die Bildung zugeben, es zu einer solchenAeusserung seiner Thätigkeit zu gewöhnen, welcheihnen für das Rind selbst die nützlichste, als auchkünftighin für die Gesellschaft die heilsamste zuseyn scheint. Dies ist der Punct, worauf alles an-kommt, wir mögen entweder dem Kinde die Wahlseiner Lebens - Art überlassen, oder sie für dasselbe be-stimmen; nur muß dieses Leztere so geschehen, daß