4y6 Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere.
und habe damit den erwünschtesten Endzweck erreicht.Znm allgemeinen Getränke iff ein mit eröffnendenWurzeln abgekochtes Wasser, welches man, etwasverschlagen, nach Durst und für beständig zu trinkengiebt, dienlich. Zu dergleichen Wurzeln gehörendie Cichorien-, Gras-, Löwenzahn-und Süßholz-Wurzeln; man kocht eine oder die andere, oderauch alle drese Wurzeln, einige Minuten lang,im Wasser, und giebt es, nachdem es durchgeseihetworden ist, nach obiger Vorschrift zu trinken.
Wenn die Jahrszeit es gestattet, muß man daSan dieser Krankheit leidende Vieh auf die Weide trei-ben; es dürfen aber auf einer solchen Weide keinesauere noch sumpfige Gras - Gattungen wachsen; ebenso dürfen sie auch kein Wasser von gleicher Beschaffen-heit zu trinken bekommen; dergleichen nützliche GraS-Gattungen müssen demnach süß und saftig, doch auchnicht allzufett, seyn. In Ermangelung einer solchenGelegenheit, ernährt man das Vieh mit gleichartigenfrischen Pflanzen im Stalle; und wofern es auch anlezterm mangeln sollte, hält man sich an gedörrtesHeu von gleicher Beschaffenheit, dem man jedochdie etwan vorrälhigen Möhren, Rüben und Kohl,beyfügen kann.
Die Wirkung äufferllcher Mittel beruhet hiermehr auf der Einbildung, als auf einer wahren Heil-Kraft derselben; ja, einige derselben, besonders wennsie, nach der gewöhnlichen Art, aus fetten Salbenbestehen, sind mehr schädlich, als nützlich. Weraber die äussere Gegend der Leber zu wiederhohltenMahlen mit einem wollenen Tuche lange und gelindereibt, der wird e6 nicht ohne Nutzen thun; nur mußdieses niemahls sogleich nach der Fütterung, sondernvor derselben, und bey leerem Magen geschehen.
Uebrigens muß der Landmann des an dieserKrankheit leidenden Viehes ohne großen Schaden
los