Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere. 497

los zu werden trachten. Ihre Genesung ist von kei-ner sichern Dauer; es bleiben oft kleine unmerkbareUeberbleibsel zurück, die bey der geringsten Veran-lassung wieder rege werden, und alsdann alle Hoffn-ung zu einer abermahligen Genesung benehmen.

Nach dem 4 Th. der allgem. Haushaltungs- undLa»idwisseiischafr, (Hamb. und L. 1764, gr. 8.)S. 235, f,, sind dieZeichen, woran man die Verstopf-ung der Leber bey Kühen und Ochsen erkennen k.mn,diese: eine Unlustigkeitin allem, was sie thun, und eineTrägheit, und Unlust sich zu bewegen; hierzu kommtnoch eine Aussäßigkeit, und robe Trockenheit derLefzen, und eine Trockenheit der Nase des Morgens.Dieses Lezte ist ein besonderes, aber ein sehr gewissesZeichen. Wenn dieses Vieh sich wohl befindet, sobemerkt man des Morgens, daß ihnen ein Thautro-pfen, wie eine Perle an der Nase hängt; wenn esaber krank ist, so sieht man diesen Tropfen gemeinig,lich nicht. Keine Krankheit nimmt dieses Gesund-heits.-Zeichen so bald weg; aber sie hat dieses nichtallein besonders. Wenn die andern Kennzeichen zei-gen, daß die Krankheit von dieser Art sey, so wirddieses die Sache entscheiden; ist dieses Zeichen nichtda, so muß man sich nach einer andern Ursache umse-hen. Bey der Verstopfung der Leber kann man fol-gendes Mittel gebrauchen. Man nimmt i Pfundvon dem großen Schöllkrauts, welches mit der Wur-zel ausgegraben ist, schneidet alles, Blätter, Skän-gel und Wurzeln in Stücke, wirft eS in einen Topfmit 6 Quart Wasser, läßt es einige Minuten lang ko-chen, schüttet sodann \ Pf. Färberwurzel, 20 LothGelbwurz (*), und 8 Loth frische Fenchelwurzel

dazu,

(') Im Original, und anch an dem in d« folg. Anmerk. ange,führten Orte der Hausmutter, stehtTuriiierika, worunterwohl die sogenannte Terra merira (Gelbwurz, Curcuma)zu verstehen ist.

Gek. technol. Enc. J-XVII Th. I i