498 Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere.
dazu, läßt es wohl kochen, und gießt hernach denLiquor ab. Man sammelt hernach einen Vorrakhvon Keller-Schaben, oder Holz-Laufen, die manhäufig an verfaultem Holze und unter Steinen findet,quetschet diese in einem Nößel weißen Wein, pressetden Saft aus, und gießt ihn zu dem abgegossenenLiquor. Man schüttelt dieses, wann es gebrauchtwerden soll, um, und macht jedes Mahl \ Nößelwarm. Es muß io Tage lang, alle Morgen undAbend, eingegeben Werdens*).
Die Verstopfung und Verhärtung der Leber istebenfalls eine bey den Schafen sich sehr oft ausserndeKrankheit, welche, wie die Entzündung der Leber,die Egel-Schnecken zum Grunde hat. Doch ton:rien gedachte Zufalle auch zuweilen durch äusserkicheGewalt hervorgebracht werden. DieKennzeichen da-von sind folgende: Man bemerkt auf der rechtenSeite unter den kurzen Rippen eine Geschwulst, welchebeym Anfühlen einigen Widerstand und etwas Schmer-zen verspüren lässet; das Athemhohlen wird beschwer-lich, der Speichel jähe, und es folgt ein immerwäh-rendes Husten, wobey die Schafe täglich mehr amLeibe abzehren. Zugleich kann das kranke Thier fastniemahls auf der gesunden, sondern beständig auf derkranken Seite liegen; endlich folgt die Gelb - oderWasser-Sucht, und zuweilen beyde zugleich, welchealsdann einen baldigen Tod zur Folge haben.
Wenn diese Krankheit nicht zu weit gekommen ist,so gebe man des Tages 3 Mahl einer Muskat-Nußgroß venetianische Seife; dieses Mittel gebrauche manso lange, als das mindeste Zeichen von vorigem Uebel
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C) Hr. Pasi. Germershausen meldet, im 4 B. seiierH.-.usmuctcr, (£«. 17*0, qr. 8 X S. 804, baß einer seiierFreunde, mir die,em Mittel, im I. 1772, alle seine K-heyercttet habe, da an demselben Orte die meisten bey andernWirthen darauf gegangen waren.