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Leber-Kraut.
9. Der Hepatica nobilis' Offic. von welcher ichHier handeln werde.
Edel-Leberkraut, Leber. 'Alee, Hepatica no-bilis i. trifolia ParkinJ. & Offic. Trifolium hepa-ticum, s. indiuisum; Trifolium hepaticum floresimplici C. A. Epimedium Cordi . .Trinitas herbaMatthiol. Anguillar. Cord. Gesn. Caesalp, C . Du-rant. Hall. (weil die Blätter in drey Lappen abge-theilt lind,) Anemone hepatica, foliis trilobis inte-gerrimis Linn. Fr. Hepatique des Fleuristes, oderbelle Hepatique. Die Pflanze wächst in Deutsch-land, an schartigen Orten, in Heiden und unter Sträu-chen. Die perennirende Wurzel ist dick, und bestehtaus vielen rothschwärzlichen, in einander verwickel-ten Fasern, welche oberwärts in verschiedenen Knotenvereinigt sind. Aus jedem Knoten treiben im Früh-linge viele Knospen, welche von einigen häutigen,bisweilen etwas röthlich gefärbten Schuppen bedecktsind. Eiuige Knospen enthalten Blumen; andereBlätter. Die ersten entwickeln sich zeitig, gemeinig-lich zu Ende des Märzes, in rauche, kurze, etwanneinen Finger lange, oder 4 bis 5 Zoll hohe. Stiele,deren jeder eine Blume trägt; nachher, und wenndiese aufgeblühet sind, folgen andere ähnliche, gleichhohe Stiele, auf deren jedem ein Blatt sitzt, welchesmehr trocken, als saftig scheint, glatt, oberwärts dun-kelgrün, unterwärts blaßgrün, zuweilen auch purpur-farbig, und der Gestalt nach dreyeckig, bis zur Mittein drey herzförmige, spitzige, am Rande völlig ganzeLappen abgetheilt ist. Der mittelste Lappen ragetüber die beyden Seiten - Lappen hervor. Die Blumehat einen dreyblätterigen rauchen Kelch, welcher einwenig von dem Blumenblatte entfernt steht. DieAnzahl und Farbe der glänzenden Blumenblätter istveränderlich. Gemeiniglich findet man 6 bis 8 ,welche blau sind. Zwischen diesen sitzen viele Staub-
Fäden,