Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
507
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Leber-Kraut.

So?

ßer werden, und höhere Farben annehmen;) auf ei-nen solchen Platz säe man den Samen auf so viele miteinem Stecken zu bezeichnende Stellen, als manPflanzen verlangt, trippelweife dünn aus. Schonim Herbste pflegen dann viele Pflanzen, und die übri-gen im folgenden Frühlinge zu erscheinen, die alsdannden Sommer über mir Güten und Begießen gewar-tet, und zwischen welchen der Boden im Herbste mitetwas sehr fetter Erde überleget werden muß. Diestärksten derselben pflegen schon im nächsten Frühlingezu blühen, und alsdann kann man die einfachen, nnbdiejenigen, die nur schlechte Farben haben, sogleichausreisten, um den übrigen, damit dieselben nicht zugedrängt stehen, mehrern Raum zu verschaffen.Wann diese nachher eine solche Stärke erlangt haben,daß sie schön und stark blühen, und alsdann noch zugedrängt stehen, kann man sie abermahl verdünnen,die zu dicht stehenden mit einem Ballen Erde aufneh-men, und zwischen andere früh blühende Blumenumher vertheilen, indessen blühen doch diejenigen,welche nicht verpflanzt sind, allezeit am stärksten-Durch Zercheilung: Dieses kann zwar zu jederZeit geschehen, geschieht aber gewöhnlich zur Zeit derFlor. Man muß aber keine Pflanze in mehr, alszwey oder drey, Pflanzen zertheilen, weil sie, wennsie zu sehr zertheilet werben, entweder leicht fehlschla-gen, oder doch keine große und schöne Blumen geben.Auch muß nie eine Pflanzezercheilerwerden, ehenichtdieselbe bereits gar zu groß geworden ist, welches sieaber selten zu werden pflegen, weil sie, ihrer Natur nach,kleine dichtwuchsige Pflanzen sind, die ein um so vielherrlicheres Ansehen machen, je größer sie sind, undnur dann einen Werth haben, wann sie so groß sind,daß an ihnen allezeit 50 bis 60 Blumen aufein Mahlaufblühen, welche dann, weil sie einen dichten Blu-men-Büschel bilden, ein schönes Ansehen machen.