Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
517
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Leber «Stem.

5i?

Linnö und Gerhard nennen die Theile des Leber,Stemeü bituminös; Wallerius hingegen will ausserden bituminösen auch schwefelrge Theile in diesemSteine finden, und sagt: daß eben der Schwefel denLeber/Stein von dem Stink-Steine unterscheide (*)♦

Hr. Schröter erklärt die Entstehung deS unan-genehmen Geruches deS Leber-SteineS also: „Eben„derjenige Zusah, der einen Kalk-Stein zum Stink-„Stein macht, eben der Zusah kann den GypS-Stcin„zum Leber-Stein machen. Es kann seyn, daß die„Gyps-Erde, ehe sie noch zum GypS - Srein ward,„mit dieser stinkenden Materie durchdrungen war; eS„kann seyn, daß ein Gyps-Stein mit dieser Materie„geschwängert wurde, da er schon ein Stein war; eS„kann aber auch endlich seyn, daß ein talkartiger„Stink-Stein durch eine hinzugekommene vitriolische„Säure in einen Gyps-Stein verwandelt wurde, da„er vorher ein Kalk-Stein war."" Ueberhaupt hatder Gyps-Stein von Natur eine gute Anlage zu ei,nem unangenehmen Gerüche, weil die Vitriol-Säuredie Kalk-Erde in Gyps-Erde verwandelt.

Alle oben angeführte Schriftsteller, den Linnöausgenommen, haben den Leber - Stein unter dieGyps*Steine gesehr, und das ist auch der Ort, derihm gehört. Linne hat ihn unter dem Erd, Harze,dahin er aber nicht gehört, obgleich unter seinen Be-stand-Theilen bituminöse Theise enthalten sind. NachHrn. Hosr.Suckow ( 9 ), giebt die Schwer-Erde, inVerbindung mit Luft-Säure, und in VermischungKk z mit

1 *) Videtur hic lapis, sagt «: compoßtua a terra calcareacum sulphurea et bituminosa intime commixtis et com-binatis; eft etenim acidum sulphureum, quod hunc la.pidem diltinguit a lapide suillo.

(9) 3 « Dessen Aufangsgrüuden der »ekon. und rechn. Lh?-n>ie, S. 41