Leber-Stein
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Würtenberg zur Verbesserung des Bodens in denWeinbergen mit N tzen gebraucht wird, aber aufGrrreide - Feldern Nicht taugen soll. Er brauset mitkeiner Säure auf, und läßt sich noch weniger auf derScheibe drehen. Man finder ihn bey Rangendinge»im Hohenzollrrifchen, bey Herrcnberg, Täbingen,Srurrgard, vornehmlich bey Unter-Türkheim, zwi-schen Vvnibiingen und Schwaiki-eim in Würtenberg,gemeiniglich nahe bey GypS, und sehr oft Gyps undAlabaster darin.
Wenn man sich bemühen wird, mehrere Gypsein Ansehung ihres Geruches zu untersuchen, so dürf-ten sich gewiß mehrere stinkende Gyps - Steine sinden,die man allerdings zu dem Leber - Steine rechnenkann.
Von einer bey Ober-wiedcrstedt, in der Graf-schaft Mansfeld, gefundenen Art L der-Stein, er-theilt Hr. Pastor Meineke (*) folgenoe Nachricht:
Hr. Hofr. W a l ch, in seinem Steinreiche, Th. 2,S- 87, und Hr. Cronsted, in simer Mineralogie, §.24,gedenken besonders dieses Leber-Steins, und Lezkerersagt schon in seinem ersten Versuch der Mineralogie, daßer ihm diesen Nahmen gegeben habe. Es ist ein mit einembrennbaren Wesen und mit der Vitriol-Saure vermisch-ter Kalk-Stein. Das erste giebt ihm den übel» Geruch;das andere verursachet, daß er mtt sauern Geistern nichtaufbrauset. Er kommt also mit dem Sau- oder Stink-Steine darin üderein, daß er eben so unangenehm riecht,wenn er gerieben wird, und folglich das brennbare, phlog-isiische oder schwefelartige Wesen mit demselben gemeinhat; ist aber von ihm darin unterschieden, daß es jeneman der Vitriol-Saure fehlt, womit dieser hinlänglich ge-sättigt ist, indem er mit Scheide-Wasser nur sehr wenigoder gar nicht brauset. Er ist also gleichsam ein Mitrel-Ding zwischen Gyps - und Stink-Stein, wie CronstedKk 4 sagt.
(*) Im 1; St. de§ PlarurfsL'scheks, (Halle, 1779/ 3k. 8 .)
S. i«o, fgg.