Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leber. Stein.

sagt. Daß das brennbare Wesen die Ursache seines faul«ichten Geruches sey, ist mir unter andern auch darausdeutlich geworden, daß bey einem ausgeglüheten Stückedieses Steines der ekle Geruch desselben, nach angestellterReibung, nicht weiter erfolgt. Eigentlich ist dieser Le-ber-Stein in einer Kalk-Schlotte eines hiesigen Schach-tes, mitten unter vielen Gyps- Steinen gefunden wor-den. Seine anderweitige Beschaffenheit unterscheidet ihnaber sowohl von diesen, als auch von andern Leber-Stei-nen. Er besteht aus runden, oft ovalen und nicht regu-lären , kleinern auch größer», schmutzig weißen Flecken,in einem schwarzen Grundstoffe, der im Bruche etwasSchimmerndes und Spathartiges hat, und welcher ei-gentlich das brennbare Wesen enthält, dahingegen dieweißen Flecke wirklich etwas gypsartig sind. Jin An-schleifen giebt ihm die Vermischung der schwarzen undweißen Stellen ein artiges Ansehen; doch behält dieschwarze Farbe ziemlich die Oberhand.»

Von einigen andern Arten dieses Steines meldetDerselbe ferner Folgendes (*):

,Der Leber-Stein, ist eine Stein-Art, die sich hier(in Ober-Wiederstedt) nicht selten findet, und doch in an-dern Erdstrichen weniger gemein seyn muß, da Werner,in seiner Ausgabe von Crvnstedts Mineralogie, sagt,daß er noch nicht Gelegenheit gehabt habe, dieses Fossilzusehen. Er ist, wie ich schon beschrieben habe, nichtsanders, als ein wahrer Gyps-Kalkstein, nur mit brenn-barem Wesen vermischt, das ihm eben den schwefelleber-igen Geruch giebt, wenn er geklopft oder gerieben wird.Es haben sich aber davon bey Gelegenheit abgeteufterSchachte, sonderlich im Burgvernerschen, zum Rolhen-burgischen Berg-Amte gehörigen Revier, noch einige an-dere Gattungen gefunden. Eine Art ist ganz schwarzgrau,und nicht so gefleckt, als diejenige, die ich schon beschrie-ben habe, hat aber einen desto starker» Geruch, dergestalt,daß ob er schon in einer Teufe von goZ Lacht, gebrochenwird, man dennoch den Geruch oben zu Tage aus, an derMündung des Schachts riechen kann; ein Umstand, den

die

D 3 m 17 ®t. beff. (17**.) T. 51, ftf«.