Lebhaftigkeit in Gesellschaften. 545
Er kehrte nach seinem Stuhle zurück, und weil es ihmzu gemein war, sich wie andere Leute niederzusetzen,so stellete er sich auf den linken Fuß, und schwangden rechten über die Lehne des Stuhles, die eben nichtsehr hoch war, hinweg, und fiel so in seine Lage;kurz, er setzte sich auf seinen Stuhl nicht anders, alswie man sich zu Pferde zu fetzen pflegt. Als das ge-schehen war, sahe er sich um, ob ihn auch jemand vonden Anwesenden bewunderte, und, da dies nicht er-folgte, so fragte er, ob sie auch dergleichen Künstekönnten, und stieg zu großer Verwunderung ge-schwinde noch einmahl zu Stuhl. Nun war er einwenig ruhig nach diesem Auftritte. Die Gesellschaftkonnte eine Seite aus der Schrift, welche vorgelesenwurde, ungestört anhören, bis auf der ande-m eineBeschreibung von der Galanterie kam. Da hatteAeolus kaum einige Perioden von der mahlerischenVorstellung eines Schmuckes, der den Hals einesschönen Frauenzimmers zierte, vernommen, als erplötzlich herausfuhr, und zu den aufmerksamen Zuhö-rern sagte: das Pferd hatte keinen schönen Hals, es warein Speck-HalS. Die Gesellschaft murrere wider einenso schlechten Einfall, und legte ihm zum zweyten Mahldas Stillschweigen auf. Ar beobachtete es eineZeit-lang, doch unter verschiedenen Bewegungen, die erden unruhigen Gliedern seines Körpers gab. Ertrommelte mit den Fingern auf seinen beyden Knien.Er präsentirte das Gewehr mit einer länglichen To-baks-Dose. Er zog bald ein großes, bald ein klei-nes Gesicht, und hörte unter diesen Abwechselungenimmer mir auf das dasjenige, was vorgelesen wurde;doch machte er noch kein Geräusch. Jezt aber finger an, mit geballten Fäusten auf seine Knie zu pauken;und weil er in seinen jünger» Jahren viele Zeit ange-wendet hatte, mit den bloßen Lippen den Ton einerTrompete nachzuahmen, so erinnerte er sich dieser ihmll)ek. technol. Enc. LXVULh. Mm bey-