557
Lebinichen. Leblos.
mit ihm zu zanken. Ein Anderer schmeißt die Kartenweg, und will nicht mehr spielen; er steht auf, sehtsich wieder, und spielt wieder. Ein Anderer schimpft.Man ändert die Art des Spieles. Zuvor spirlce manerlaubte Spiele; man schreitet zu unerlaubten. Istnicht in solchen Spiel-Gesellschaften Abwechselunggenug? Ist dieses alles nicht lebhaft? — Nein,nicht so lebhaft, als in denjenigen Spiel-Gesellschaf-ten, wo alles dieses wegfällt.
Lebinichen, oder Lübinichen, ein der HerrschaftStorkow eingepfarrtts Dorf, im obersächsischenKreise, von weichem ein kleiner See den Nahmen hat,der zwischen dem storkowschen und lebinichenschen Fel-de und riplosschen Busch liegt. Vormahls ist ausdemselben durch den neuen Flöß - Graben oder stairsFdorfer Lanal, Holz gefloßet worden.
Lebida, siehe Lebeda, im LXVI Th., S- 678.
Lebitz, em Marktflecken in Ungarn; siehe Laibitz, im
b.lX Th., S. i9t st
Leblos, ein Bey - und Neben-Wort, lebloser, leb-loseste, L. inanimatus; Fr. inanirnö. Man nenntleblos dasjenige, was kein Leben, d. i. keine eigeneBewegungs-Kraft, hat, in: Gegensatze des lebend;todt nennt man dasjenige, was des Lebens beraubt ist.Wenn man also von einem Dinge sagt: eS ist rodt,so jetzt dieses allezeit voraus, daß es ein Leben gehabthabe, und nun desselben beraubt sey. Leblos hinge-gen kann man auch von solchen Dingen sagen, welcheniemahls em Leben gehabt haben. Man sagt von ei-nem Menschen: er ist rode, wenn er zu leben aufge-hört hat, ober des Lebens beraubt ist; imgleichen, eintodtes Thier, ein codcer Baum, weil auch derBaum ein gewisses Leben hat, dessen er beraubetwerden kann.
Hingegen ein lebloses Bild, Weish. 15, 5.«in lebloser Rloy, lebloser Grein, u. s. w. in Ab-sicht,