58o Lechel. Lecht.
Lorbeer-Blättern. Die Frucht wärchst in Traubenauf den Aesten, und jedes Korn nimmt die Gestalteines Herzens an, so groß als ein kleines Hühner-Ey. Wenn es reif ist, sieht eS karmesinrot!) aus.Die Schale ist zart, aber rauch, und össnet sich leicht.Die Schönheit und Vortrefflichkeit dieser Frucht er-gehen das Auge so sehr, als den Geschrnack, aber sieLauert alsdann, wann sie reif ist, im April, nichtlänger als 40 Tage. Um diese Zeit besiegeln die Be-amten des Königs die Baume, welche das beste Be-jay tragen, ohne zu untersuchen, wem sie angehören;alsdann dürfen die Einwohner nicht nur nicht mehrberühren, sondern sie müssen auch die für den Hofbestimmten Früchte hüten.
Lechcl, siehe Lägcl, im UVI U TH., S. 707, f.
Lecheuich, Legeiucl), ein Aiut im Erz-Stifte Cöln,im kur-rheinischen Kreise, zu welchem, ausser derStadt gleichen Nahmens, verschiedenen Dörfern undadelichen Sihen, auch die Herrlichkeiten Blicsheim,Erp, Friesheim, Gymnich, Hcrmülhcim, Lidlar,Muddershcim, und Gtrasfeld, gehören.
Die Stadt Lcchenich, liegt bey demZusammen-fiuffe der Erst und Nael, in einer ebenen und frucht-baren Gegend. Sie hat die erzstiftische Husaren-Compagnie zur Garnison. Erz-Bischof Heinrichvon Oirnenburg, ertheilte diesem Orte Stadt-Ge-rechtigkeiten, und legte das Schloß an. DessenNachfolger befestigte den Ort noch mehr. Im 1 .1646,wurde das Schloß von französischen, hessischen undweimarischen Truppen, 6 Wochen lang, vergebensbelagert.
Lechep'itte, siehe Leck-Pfote, unten, S. 588 .
Lechfeld, eine schöne und ebene Gegend um die StadtAugsburg gegen Bayern zu, durch welche der FlußLcch stießt.
Lcchc, eine Rechen-Münze; s.i„rI.VIHTh., S.4-I2.
Lech-