Lechthal. Lechzen. 581
Lechthal, Vallis Lycatia, eine gewisse Gegend im Ge-richte Ehrenberc, in der gefürsteten Grafschaft Tyrol,weiche von dem Flusse Lcch durchsiröhmet wird. Esgehört der BauernGemeine, und ist z Meilen lang.
Lechzen^'), ein Neutrum, welches das Hülst.-Worthaben erfordert. Es bedeutet:
1. vor großer Dürre oder Trockenheit Risse,Spalten bekommen. Darum, daß die Erde lechzet,weil es »richt reg:,er, Ier. 14, 4. Besonders wirdes von hölzernen Gefäßen gebraucht, »venn sie tro,cken werde»», so daß die Fugen sich von einander begerben, und die darin befindliche Flüssigkeit heraus tia»net. In beyden Fällen ist es nur iin Oberdeutschen,und zuweilen auch in der höher»» Schreib-Arr derHochdeutschen üblich, welche dafür gemeiniglich rirr-ncn, im gern. Leben aber lecken, gebrauchen. ImOberdeutschen braucht man a»ich verlechzeir undzerlcchzcn in eben dieseir» Verstände.
)f>erlech;eir, ein Neutrum, mit dein Hülst.'Worte seyn, völlig leck oder lechzend werden, vonhölzernen Gefäßen; im Äieders. spack werde»,. DasFaß ist verlechzec.
serlechzm, ein Neutruin, mit dem Hülst-Worteseyn, vor großer Dürre aus einander gehen, undunbrauchbar werden, von hölzernen Gefäßen; L. de-hiscere, rimas agere.
2. In engerer Bedeutung, durch Oeffnnng desMundes und öftere Ausstoßung des Aihems eine großeDürre des Mundes und den höchsten Grad des Dur,stes zu erkennen geben, sehr dursten, und figürlich,
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(*) Die End «Sylbe zcn zeiqt an, daß dieses Aeit-WorteinIntensivum ist. DaS einfache lecke» komm, noch zuweilenim Oberdeutschen vor, und ist mit 1. 2. Lücke, (s. &!>.LVili, S. i;z, f<), dem Oberdeutsche,! »lad? es. Tv-XXXIX, S. ;o; , unserm leck und lecke», Loch, u. s. f.verwandt.