Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leck. 583

Wort Schmachten von dem heftigsten Durstegebrauchen,weil derselbe gemeiniglich von einer großen Hitze verur,fachet wird, und damit verknüpft ist.

In einem uneigentilchen Sinne bedient man sich die-ser Wörter auch bey einer großen Dürre. Die Erdedurstet oder lechzet nach Feuchtigkeit. Die Gewächseschmachten vor Hitze.

I. Ä.cck, (der) L. i-eccus, ein großer Arm des Rhein-Strohmes, in den vereinigten Niederlanden, welchersich bey Wyk te Duurstede, in der Provmz Utrecht,absondert, und über dessen Ursprung oder Durchgrab-nng die Geschieht- Schreiber nicht einig sind. DerLeck ist, nach Einiger Meinung, ein Canal, den dertapfere Feld-Herr Claudius CiviUs , als er mit seinenBatavern geschlagen war, zu seiner Verschanzungsoll haben graben lassen; Andere hingegen behaupten,daß dieser Eaual daher entstanden sey, indem Clau-dius bloß den Lamm, welchen Drusus , den Rheinin seinem alten Becce zu erhalten, hatte aufführenlassen, bey dieser Gelegenheit abgetragen hatte, umdurch das Austreten des Flusses die Römer abzu-schneiden. Nach dem Zeugnisse der alten Jahrbücheraber ist es wahrscheinlicher, daß der Leck i» späternZeiten von den Einwohnern selbst gegraben, oderwenigstens erweitert worden tst; denn in denselben lie-fet man ausdrücklich Folgendes: „daß die C'inwoh-„ner aus Holland, aus dem Stifte, u. s. w., mit ein-„müthiaem Entschluß, einen kleinen Bach, der auS„dem Rhein kommt, und der Leck heißt, mit einem„Damme versehen, und also den eigenmcheu„Lauf des Rhems nach Utrecht verändert haben."Gesetzt, mau wollte die leztere Nachricht nicht fürächt halten, so wrrd man doch daraus einsehen, daßsie mit der Beschaffenheit des Landes, und mit derGelegenheit, bey welcher der Leck gegraben seyn soll,wohl überernstimme; sie widerspricht auch jener Nach-richt nicht, daß es schon in ältern Zeiten einen klei-