Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
585
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Leck. 5S5

stens trocken und fruchtbar, weil allerley Gewächsesehr gut fortkommen; der inländische Boden ist gemein-iglrch von sandiger Natur, izt aber wegen der vielenUeberschwemmungen ziemlich lehmig geworden.

Bey Schoonhoven, werden im keck Lachse gefangen.Leck, ein Bey- und Neben-Wort, welches mitdem Zeit-Worte lechzen (s. oben S. 581) Eines Ge-schlechtes ist, und nur im gem. Leben, besonders derNieder-Sachsen, von hölzernen zusammen gesetztenGefäßen gebraucht wird, wenn sie vor Trockenheit dieFugen aus einander gehen, und folglich den flüssigenKörper ein-oder ausrinnenlassen, lechzend, rinnend.Der Eimer wird leck. Ein leckes Faß.

Der Verlust, den man an flüssigen Waren, die ausdem Fasse laufen (durch das Lecken) leidet; der Ab-gang an Oehl, Wein, und andern flüssigen Mate-rien aus dem Fasse oder aus der Tonne, wird in derSee-Handlung und Schiffsahrt, die Leckage,Fr. Coulage, oder Leccage, genannt. Der Pro-viant-Meister der königl. Schiffeist gehalten, loproCent mehr Zwieback, und 10 pro Cent mehr Weinüber die bestimmte Quantität einzuschiffen, wegen deSAbganges und der Leckage, die sich während der Zeit,da die Flotte See hält, zutragen kann.

Das Schiff wird leck, oder ist leck, Fr. Vais.feau qui fait eau, qui a plusieurs voies d’eau;Holl. Een lek schip; Dän. Lxk l'kib; Schw. Laeckskepp; (£ngf. Lcaky veisel; Jtül. l^lave clie faacqua,clwcha falle; Span.dlavioqueliace agua; Port. Na-vio que faz agua, wenn das Wasser durch die Fugeneindringt. Im Niedersächsischen wird dafür auchspack gebraucht.

Im Oberd. lech, im Hollättd. gleichfalls leck, imEngl. leak, im Schweb, läk, im Angels. hlncck, im Is->

kitlö. lek.

Siehe das Folgende.

Oo 5

3. Leck,