Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leck. 587

von aussen Kräuter, oder auch Sachen, die man darvor halt, als Werg, Asche, u. d. gl. hinein gezo-gen haben.

Sobald man merkt, daß ein Leck gesprungen ist,sucht man solchen ausfindig zu machen. Man be-dient sich hierzu unter andern eines gespickten Bonners(Streifen Segeltuch), welches ein Bonner-Segel ist,wovon die eine Seile mit Werg benähet oder bespicktist; auf dieses Werg streuet man noch Asche undSand, damit solches sank werde; alsdann zieht mandieses Bonnet vermittelst zweyer mit einem Hahnpoordaran befestigter Taue, die durch einen Block am Vor-und Hinter--Steven und auch unter dem Kiel durch»fahren, an beyden anssern Seiten des Schiffes hin undher, bis solches auf den Leckgekommen ist; manmerktsolches leicht an einer Bewegung des Bonners,welches durch den Druck des Wassers gegen denLeck gezogen wird. Auch nimmt man wohl einen mitAsche, Sand und kurzem Werg gefillren, durchlö-cherten Korb, den man mir einem großen Stocke vonoben nach unten so dicht, wie möglich, an die Seitedes Schiffes stößt; das kurze Werg zieht sich durchden Druck des Wassers in den Leck hinein, und stopftihn; doch ist ersteres Mittel weit anwendbarer.Hat das Schiff mehrere Lecke, die man nicht ausfin-dig machen und stopfen kann, so muß man sich durchPumpen helfen. Wenn das Schiff durch starkesSchlingern und Arbeiten zwischen Wind und Wasserdas Werg anstauet, so^wird gemeiniglich Bley überdie Rathen genagelt, doch ist Leder und Leinwand mitWerg unten wett besser, weil das Bley zuweilen beystarkem Schlingern und steif angesetzter Wand, aus-reißt oder in der Mitte durchbricht. Die Lecke, welchedurch Kanonen - Kugeln verursachet worden sind,werden mit Schmier-pfropfen zugestopft; und indiefer Absicht befindet sich der Zimmermann mit seinen

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