Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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588 Leck -Hähne. Leck - Pfote.

Maaren jederzeit in dem Lauf-Graben. SieheSchmier-Pfropf.

Bey dem Deichwesen, versteht man unter Leckedie sehr bedenklichen Durchzüge des Wassers durchdie Deiche, die oft sehr gefährlich werden, und sichgemeiniglich alsdann zeigen, wenn das hohe Wasserlange unmittelbar vor den Deichen steht. Sie beste-hen meistentheils aus den Gängen und Löchern derMäufe, Rahen, Maulwürfe, und ähnlicher Thiere,oder auch aus hin und wieder in dem Körper des Dei-ches eingetrockneten Ritzen, Rissen oder Höhlungen,und können also auch in dem besten Kley-Deiche ent-stehen. Das Erste, was man dabey zu thun hat, ist,daß man den Durchgang der Lecke durch sorgfältigesAufgraben zu entdecken suche; und dann dieselben,so fest und gut als nur möglich ist, mit Mist, Hurund trockner Kley - Erde wieder verstopfe. Wird die-ses aber zur Zeit der Noth gar zu bedenklich und ge-fährlich, oder sind die Lecke auch dadurch nicht zu fin-den, so muß um eine solche Deichstelle, strohmwärtsherum, in aller Eile, eine sogenannte vorkistung,oder ein Rrippeinverk (f. Th. LIII., S. 494/ fgg.)geschlagen werden. Siehe auch Rolle und Rulle.

Leck-Hähne, heißen, in den Salz-Werken, diejenigenHähne, durch welche die zu gradirende Sohle auf dieDorn-Wände fließt. Siehe Salz-Sohle.

Leck-Rübeleben, ein Gefäß am Spinn-Rocken, wel-ches Wasser zum Anfeuchten des Fadens enthält.Siehe unter Spinnen.

Leck-pfore, Fr. Lechcpatte. Diesen Nahmen habenEinige demjenigen Faul - Thiere gegeben, wel-ches sonst unter dem Nahmen llnau bekannt ist,ungeachtet dasselbe weder feine Füße, noch irgend ei-nen andern Theil feines Leibes, zu lecken pflegt. DasThier selbst wird unter dem Nahmen Unau beschrie-ben werben.

Leck-