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2. Lecken, ein Neutrum, welches aufdvppelte Art ge,brauchtwird.
1. Mit dem Hülfs - Worte sey,, tropfenweiseauS einem Gefäße fließen, von fiiffigen Körpern,besonders wenn sie durch einen Leck. einen Spalt,dringen. Aller wein ist aus den Fasse geleckt.Auf welche Art es doch nur selten vorkommt.
2. Am häufigsten mit dem Hülst-Worte haben,im gem. Leben, von Gefäßen, den lässigen Körperdurch einen Leck ein - oder ausrinne» lassen, rinnen,bey den Böttchern drahnen, d. i. thränen. DasFaß leckt, Fr. Le baril coule. Das Schiff hat ge-leckt. Figürlich sagt man auch woh^ im gem. Lebenleckende Augen haben, für triefende, rinnende. Die-Lichter lecken, wenn sie den geschmolzenen Talg an demLichte herab rinnen lassen, welches auch laufen undrinnen genannt wird.
Im Oberdeutschen lechen, im Schweb, läcka, im Js-länd. leck», ohne Zweifel von Leck, eine Spalte, Ritze;siehe auch Lechzen, oder auch, besonders in der erstenBedeutung, von Lache, Lauge, so drß der Begriff derFlüssigkeit der herrschende ist. Im Braunschwcigischen istes auch in thätiger Gestalt für sprengen üblich. Dakommt der Amtmann, heißt es daselbst zuweilen, denmuß man lecken, d. i. Wasser sprengen, damit der Staubsich setze; über welchen Ausdruck ei» Hochdeutscher frey-lich allerley Glossen macht.
Z. Lecken, mit derZunge an etwas hin und herfahren;L. lambere, lingere; Fr. lieber. Der Hund lecktsich die wunde. An etwas lecken. Besonders umauf solche Art etwas in sich zuziehen. Der Hund lecktdas Wasser. Die Hunde sollen dein Slm lecken,i Kön. ai, 19. Den Staub lecken, Ps. 72, 9 •D>e Teller lecken, für ablecken, im gem. Leben.Die Finger nach etwas lecken, gleichfalls nur in derniedrigen Sprech - Art, es mit dem lebhaftesten Ver-gnügen genießen. In den niedrigen Sprech-Arten
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