Lecken.
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letzten Theiles. Hierzu kommt noch die Mittheilungdeß Speichels, dessen Salz - und oehlige Theile, wennsie genau mit einander verbunden sind, einen Schleimausmachen, welcher die getrennten Flachen verbindet,und, als der kräftigste Balsam, deren Heilung beför-dert. Der Nutzen des Speichels erstreckt sich abernicht bloß auf die Heilung der Wunden, sondern auchauf andere widernatürliche Zufälle des Körpers. Inden Schriften der Aerzte finden wir häufige Beyspiele,daß durch öfteres Lecken die heftigsten Schmerzen ge-still-t, wie auch Geschwülsten, Höcker, Üeberbeine,und Muttermähler, glücklich sind vertrieben worden.Zu mehterm Beweise will ich die Erfahrungen ein-iger Schriftsteller anführen. Von den Römern istbekannt, daß sie die bey einer Schlacht empfangenenWunden, durch ihre Sclaven und Weiber, bis zurvölligen Heilung ausfaugen und lecken ließen. Ebendieses bezeugt Tavrrnier von den Lircassern (+), undPist) von den Brasilianern (?)- Ohms Borrichius ( 6 )und Tho. Bartholinus (?) versichern, daß Eduard l.,König von Engelland, an semer, mit einem vergifte-ten Messer empfangenen Wunde gewiß würde gestor-ben seyn, wenn nicht dessen getreue Gemahlinn durchöfteres Lecken und Saugen die Wunde von einem derheftigsten Gifte befreyet hätte.
Von dem Gebrauche des Leckens bey den so ge-fährlichen Verletzungen des Auges, findet man fast- unglaubliche Beyspiele aufgezeichnet. AugustHüner-ivolfl?) erzählt davon folgenden merkwürdigen Fall:„Mein zwölfjähriger Bruder, indem er ein Stück hartes
„Leder
(4) Itinerar. L. 5, c. 12. (j) Ilist. nat. et med, L. 3, c, J.
(6) De ortu et prcigrell'. cJioni. p. 4 6 .
(7) Anat. rcfomi, L. 5, c. 1;.
(?) E. N, C. JUec, JJ. A, j, obs, 92, p, 195.