Lecken.
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gesicht. Hiergegen hatte er verschiedenemahl starke Pur«gier-Mittel eingenommen, die heftig gewirkt haben, biser endlich mit einer Wasser-Geschwulst an seinen Zeug-ungsglieoern beleget wurde, welche ihm zulczt den nöth-igen Abfluß des UrinS verhinderte.
Mit diesen Beschwerden kam er hierher gereiset, undließ mich ersuchen, ihn zu besuchen. Ich fand ihn auf ei-nem Bette, nur einem schönen Hühner-Hunde spielend,liegen. Er erzählte mir alles obige, und zeigte mir seinenSchaden. Die ganze Zeugungs-Maschine war wie einKinderkopf groß angeschwollen. Ich konnte kaum Unter-scheidungszeichen der natürlichen Theile bemerken. DieGeschwulst war so klar und sein, als wenn eine sehr feineBlase mit hellem Wasser angefüllt und durchscheinendwar, so, daß nur die Epidermis über das ausgelasseneWasser gespannt blieb.
Weil nun der Kranke wahrend meinem Daseyn mitseinem Hunde beständig spielte, so fragte ich ihn, ob der,selbe ihm besonders getreu und angenehm wäre, welcheser auch mit einem lächelnden Ja beantwortete. Da erstch also auf die Treue und Gutartigkeit fest verlassenkonnte, so gab ich ihm auch Anlaß, wie dieser Getreueihn von seiner Beschwerde befreycn könnte. Anfänglichvermeinte er, daß es mein Scherz wäre; allein, da ichihm die Möglichkeit desselben zeigte, so ward er überausvergnügt darüber, und versicherte, daß ihm keine ange-nehmere Heil - Art hätte vorgeschlagen werden können,als eben diese. Ob sie nun gleich beym Scherz ausgedachtwar, so glückte sie doch überaus gut, und war alsobestimmt.
Ich nahm nähmlich eine feine Lanzette zur Hand, undmachte mit derselben ganz feine Einschnitte, eines halbenZolls lang, in die Epidermis. Der Kranke hatte davonkeine Empfindungen. Als dieses geschehen war, liessenwir den Hund au die scarificirte Geschwulst lecken. Erthat sein Bestes. Der Kranke sowohl, als ich, mußtendarüber lachen. Die Geschwulst nahm merklich ab.Endlich mußte der Hund sich gewaltig erbrechen; als ichihm aber etwas Milch zu saufen gegeben, fing er vonneuem an zu lecken, so, daß die Geschwulst auf die Hälfteabnahm, und dem Kranken empfindlich ward solches wei-ter auszuhalten. Hiernächst legte ich ihm eine warnre