Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Coi Lecker-Bissen.

kostbare und auf besonders schmackhafte Art zubereiteteoder zugerichtete Speise; Leckereyen, Delicacesscn,L. Lupoäiae, Utcae molliculae, Libus llelicacior;Fr. i^riauälle, ^lurceau friand.

Die Vorsehung hak bey der Schöpfung deS Men-schen die weise Veranstaltung getroffen, daß er durchverschiedene Sachen nic^t allein ernährt und erquicktwürde, sondern daß auch diese Nahrnnzs Mittelsolche Eigenschaften hätten, wodurch sie dem Gau,men angenehm würden. Der Mensch erhielt auf sol-che Art Gelegenheit, durch den Geschmack die meh-rere oder mindere Güte dieser Sachen zu erforschen,und solcher Gestalt das Nützliche von dem Schäd-lichen zu unterscheiden. Der Schöpfer wollte, daßder Mensch sich täglich durch Speise und Trank er-nähren sollte, daher werden der Hunger und Durstzu kräftigen Ecinnerern an die Beobachtung dieserPflicht verordnet. Auf diese Art können auch selbstsolche Sachen, die an sich zwar gut nähren, aber denGeschmack nicht sehr reizen, doch oft mit Wohlge-fallen grnoffen werden. Da der Schöpfer aber denMenschen nicht zwingen wollte, auf seine eigene Er-haltung bedacht zu seyn, sondern auch durch anlocken-de Mittel chn dazu zu reizen suchte, so versähe er vieleSachen mit einer so hervorstechenden Annehmlichkeit,daß vermittelst derselben der Geschmack auf eine sehrangenehme Art gerrizet würbe.

Ich weis in der ganzen Natur keinen Gegenstand,der einem Jeden zu allen Zeiten auf gleiche Art wohlschmücken sollte, da der Geschmack so verschieden ist,und sich nach dem ungleichen Gesundheits-Zustande,oft auch nach dem verschiedenen Alter, nach der Mo-de, der Einbildung, und der Gewohnheit, richtet.Dem Kranken sind die meisten Dinge zuwider, dieihm im gesunden Zustande sehr angenehm waren.Wer sonst die Säuren verabscheuet«, trägt ein sehn-