Lecker-Bissen. 607
„wie Buäbeq, Silva Figueroa, de la Loubere,„Whytelocke, Nie»Hof, vornehmer Frauenzimmer,„wie der Madame Worthley Montague und Ma-„dame Kindersley, aufgeklarter Cavaliere, wie Fla-„court, Numphlus, Ulloa, und Bell d'Antermo-„ny, hellsehender Philosophen, Naturforscher und ande-„rer Gelehrten, als: Kämpfer, Bernier, Slo ane,„de la Condam ine, Banks, Solande r, Pallas,„Förster, Niebuhr, Thuoberg, Ekeberg, Labat,„und Anderer, als dem Urtheile unachtsamer, unerfahr-„ner und unwissender Leute, als: der Schiffer Kiöping„Willmann, Berg, der Handwerksleute Schwarz,„u. d. gl. der Bedienten, als: H e ß und S ch i l l i n g c r,„gemeiner Soldaten, als: Saar, Tappen, Richs-„hofer, Barchewitz, Langhans und Vogel, die„in ihrem Urtheile über den Wohlgeschmack der Leckereye»„doch bey weitem nicht so zuverlässig sind."
Die Organisation des Menschen erscheint bey ver,schiedenen Völkern in einer so wesentliche» Abänder-ung, daß ein und derselbe Gegenstand ganz entgegen-gesetzte Eindrücke verursachen kann. Auch der Kal-myke, der Tunguse und Kamtschadale, wie nicht we-niger der Neger und Amerikaner, hat gewisse Nahr-ungs- Mittel, die er für kecker hält, und die wir nichtdafür gelten ließen. Es fragt sich nur: ob gar keineRegel vorhanden sey, nach welcher sich zwischen die-sen Ertremen ein allgemeines Urtheil fallen läßt?Das alte lateinische Sprichwort: De gustibus nonest disputandum, verbiethet, bereits erwähnter Ma-ßen, jeden Streit in Sachen des Geschmackes; undin der That versuchte man vergebens den Grönländerzu überreden, daß Thran -Oehl nicht der wahre Göt-ter Trank sey, so wie eS gewiß auch Verlorne Mühewäre, unsern Gaumen mir diesem ekelhaften Wallfisch-Fette aussöhnen zu wollen. Die Organe find ver-schieden, die Eindrücke müssen also verschieden seyn;und es bleibt uns weiter nichts, als die Untersuchungübrig, welche von beyden Organisationen die vorzüg-lichste