Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lecker-Bissen.

durchdringenden instinctähnlichen Sinnes-Schärfe,dergleichen die nomadischen Horden am Altai, undmanche amerikanische Wilde nur für gewisse Arten desReizes besitzen, sondern die verschiedenen Aulagen dermenschlichen Natur befanden sich bey ihnen zu einerallgemeinen zarten Empfänglichkeit harmonischer ver-webt. Wie Land und Klima nun zu ihrer Entwickel»ung mitgewirkt, wieviel die Verkettungen des Schick-sales, durch den wechselseitigen Einfluß der Völkerdazu beygetragen haben, einen Menschen-Stamm,der mit dieser allgemeinen Verwandtschaft ausgerü-stet war, gerade so zu stellen, daß alle Gegenstände derWelt aufihn wirkten, under endlich zur Perceprionaller möglichen Eindrücke gelangen konnte, dies auseinander zu setzen, führte mich hier zu weit vom Ziele.Genug, das Phänomen ist da; und augenscheinlichmußten diese wirksamen Verhältnisse, die uns, imGanzen genommen, aufdie Höhe der wissenschaftlichensowohl, als technischen Bildung versetzten, zugleich imEinzelnen zu allen Enormitäten einerrassinirten Sinn-lichkeit führen, welche in einem oder dem andern In-dividuo die übrigen Anlagen theils umschuf, theilsmehr oder weniger unterdrückte.

Kürzer, aber schwerlich deutlicher, hatte ich stattalles bisherigen sagen können: die Richtigkeit derVorstellungen steht im directen Verhältniß der Em-pfänglichkeit des Organs, multiplicirt in dieZahlderzu vergleichenden Eindrücke; niemand aber hat einRecht Begriffe festzusetzen, als wer richtige Vorstell-ungen erhielt; und wenn gleich niemand eigentlichwissen kann, ob z. B. eine Ananas gut schmeckt, als dersie gekostet hat, so gehört doch mehr als dieses Kostenzu einem Urtheil. Nur der Europäer kann daher be-stimmen, was ein Lecker-Bissen sey, denn nur erist vor allen andern Menschen im Besitz eines feinenunterscheidenden Organs, und einer durch vielfältige

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