Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lecker - Bissen.

die Triebfedern menschlicher Handlungen ergründethat, sogar etwas jenem Wunsche entsprechendes auszu-führen versucht, erwarten wir geduldig, sie an derUnmöglichkeit scheitern zu sehen. Weder Zwangnoch Blendwerk, weder Gesetzgebung noch Glaube,und nicht einmahl die Allgewalt der überredenden Phi-losophie, vermag zu sammeln, was die Natur zerstreu-etc, oder Theile gleichartig zu machen, die eben untersich verschieden seyn mußten, um ein vollendetes Gan-zes zu bilden.

Ohne den Mißbrauch zu rechtfertigen, istergleich-wohl die Bedingung alles Guten, was der Menschen-Gattung eignet; und ohne die Schweiger des altenRoms oder irgend einer freyen Reichs-Stadt inSchuh zu nehmen, müssen wir gestehen, daß manihnen zum Theil die emsigere Untersuchung der Naturin allen Welt - Theilen schuldig ist. Es bedarf auchin der That nur eines Blickes auf den Gang der Ent-wickelung unserer Sinnlichkeit, um uns zu überzeu-gen, daß wrr fast alle unsere Kenntnisse dem Sinnedes Geschmackes verdanke»; und gleichwie Bedürf-niß von der einfachsten Art der Stachel ist, der unwill-kürlich unsere ersten Bewegungen erregt, so wird imFortgange der Ausbildung, wenn mehrere Gegen-stände die Begierden reizen, ein vervielfältigtes Be-dürfniß die Quelle neuer Thätigkeit. Der bloße Jn-stinct lehrt ein neugebornes Kind, noch ehe es die Au-gen öffnet, in Ermangelung der mütterlichen Brust,an seiner kleinen Hand zu saugen. Das Gesicht, derGeruch, und der betastende Sinn, der in den Finger-Spitzen seinen Sitz hat, sind in der Folge nur dieDiener dieses mächtigen Triebes, dessen Gegenständesie auskundschaften und gleichsam ihm zuführen müs-sen. Nicht umsonst sind daher die meisten Früchtemit lebhaften Farben geziert; ihr lieblichster Duft la-det schon von fern zum Genuß ein, und das Gefühl,

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