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Lecker-Bissen.
welches den Grad ihrer Reife erforscht, spannt oft dieBegierde so hoch, daß man eigentlich sagen darf, siesiröhme dem Genusse entgegen. Es giebt allerdingsauch Beyspiele, wo daS rein physische Bedürfniß derErnährung zur Entdeckung einer wohlschmeckendenSpeise die nächste Veranlassung gab; und hätte nichtder zürnende Hunger, der Nirmands Freund ist, mitKrebsen und Meer-Spinnen, mit Austern, Schild-Kröten und Vogel-Nestern, das erste Experiment ge-waget, so wüßte jezr wohl schwerlich ein Aldermannsie unter die Lecker-Bissen zu zählen. Allein, die ei-gentliche Leckerey ist nicht die Erfindung eines Hungri-gen, sondern eine Folge des Nachdenkens über einengehabten Genuß, ein Bestreben der Vernunft, dieBegierde darnach durch andere Sinne wieder zu rei-zen; undes war gewiß kein geringer Fortschritt imDenken von der Sorge für den Magen, zu derSorge für den Gaumen. Es ist immer schon vielgewonnen, wenn das Nerven-System auch nurbey dieser Veranlassung und nur zu diesem End-zweck seine höheren Uebungen beginnt. Das Ge-dächtniß erhält doch neue Eindrücke, die Einbildungs-Kraft brütet darüber, und selbst die Beurtheilungs-Gabe kann in einem größern Kreise der zu vergleichen-den Vorstellungen wirken. So entwickeln sich fastunmerklich die Begriffe des Nützlichen, Guten undSchönen nebst ihren Gegenbildern, und die Schwing-ungen des Gehirnes werden immer feiner und schneller,bis man endlich gar ein Wohlgefallen daran findet,zudenken, bloß um gedacht zu haben; eine Beschäft-igung , womit die Menschen auf der höchsten Stufeder Bildung sich entweder die Langeweile zu vertrei-ben, oder, weil die Extreme wieder zusammen kom-men, sich Brod zu verdienen suchen.
Urtheilen wir ferner, wie billig, von der Wichtig-keit und dem Wickungs-Kreise einer Ursache, mid)
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