Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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627
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Lecker-Bissen. 627

Licht und Feuer/Stoff, zu Körpern verdichtet,kostet auch die Zunge in der Süßigkeit und im Oehlder Gewächse; denn die Entzündung und Verflücht-igung des lezrern scheint das Daseyn jener Urwesenanzudeuten, so wie im Zucker selbst, wenn man zweyStücke an einander reibt, ein Phosphor-Glanz dasinwohnende Licht verräth. WodieSonnen-Strahlensenkrecht fallen, wo jene überirdischen Elemente mitstärkerm Moment die Pflanzen durchströbmen, inden heißesten Gegenden des gemäßigten Erdstrichesund in der brennenden Zone, dort prangt daher dieErde mit den meisten und edelsten Früchten; dort bil-den sich in der Rinde, im Blüthenkelche und im Sa-men der Bäume jene flüchtigen wohlriechenden Oehle,die man, ihrer Urquelle wegen, ätherisch nennen muß;dort scheidet sich Campher aus den mit Brenn-Stoffüberfüllten Saften, um schnell wieder zurück, in sei-nen Limbus zu entfliehen. In den kalten Pvlar-Ge-gendrn aber, wohin nur eine überlegene feindlicheMacht ein schwächeres Volk verscheuchen konnte,reift für den Menschen eine sehr geringe Anzahl klei-ner Beeren, die selten eher eßbar sind, als bis derFrost ihre Säure gemildert hat. Unser Norden be-sitzt ebenfalls nur wenige, und ausser Erdbeeren undHimbeeren, keine vorzüglich wohlschmeckende einheim-ische Früchte; doch hat der Kunst-Fleiß, der uns ei-gen ist, nicht nur aus Italien und Klein-Asien all-mählich Kirschen, Apricosen, Pflaumen, Pfirsichen,Melonen, Feigen, Trauben, Wallnüffe und Man-deln, hierher gebracht und mit Erfolg gepflanzt, son-dern auch durch anhaltende Cultur das herbe Wald-Obst zu guten Äcpfeln und Birnen veredelt. Allein,wer zahlt nun allen Reichthum Pomonens in jenengesegneten Ländern, welche der jungen Menschen,Gattung Wiege waren, wo sie noch nicht zur Knecht,schaft verdammt, die Rechte der Freygeborneu genoß,

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