Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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639
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Ledige. Ledigen.

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merkt, daß die ältern Schweden statt dieses Wortes 16 s,los, gebraucht haben; und es kann seyn, daß dieses auchin einigen figürlichen Bedeutungen zum Grunde liegt,welche alsdann Figuren von ledig, so fern es in derer«steu Bedeutung schlaff bedeutet, seyn wurden.

Ledige, (die) siehe oben, S. 657.

Ledigen, ein Activum, ledig, und in figürlichem Ver-stande, frey, los machen, wo es doch mir noch in denZusammensetzungen erledigen llndenrledigenüblich ist.Im Schwabenspiegel bedeutet ledigen, lösen, loskaufen.

Entledigen, von etwas ledig, d. i. frey, losmache», mit der zweyten Endung der Sache. Undnach derifelbigen Tagen entledigten wir uns, und zo-gen gen Jerusalem, Apostg. 2i, 15. wir legten un-sere Geraihschafteu ab. Sich der Sorgen entle-digen. Icmandcir der Bande entledigen. Sich sei-ner Zusage, seiner Pflicht entledigen, sich Lurch de-ren Erfüllung von ihrer Verbindlichkeit befreyen.Ja, ja, ich will reden, ich will mein Herz entledigen.Zuweilen auch mit dem Vor- Worte von. Sich voneiner Beschuldigung entledigen, ihren Ungrund dar-thun. Von der Sorge für etwas entledigt seyn.

Daher die Entledigung.

Im Niedres. lauret dieses Zeit - Wort entleggen.Siehe das Folgende.

Erledigen, ledig niachen.

i. Eigentlich, in welcher Bedeutung es im Hoch-deutschen nur noch zuwellen in der höhern Schreib-Art vorkommt. Da ich ihre Schulter von der-Lasterledigt hatte, Ps. 8m 7. Im Bergbaus heißtdas Erz von dem Gebirge erledigen, so viel alsdas Gebirge, d. i. raube Erd- oder Stein-Arten,von demselben absondern.

2. Figürlich.

i) Von einer unangenehmen Sache, welche alseine Last betrachtet wird, ledig oder frey machen, mit

der