Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leeds.

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reiche (*) Stadt, hat mit den Vorstädten einen wei-ten Umfang; zwischen ihr und den lezrern dient einestarke steinerne Brücke über den Fluß zur Verbind-ung; diese ist so breit, daßehemahlSderTuch-Marktdarauf gehalten wurde; als dieser aber zu ansehnlichward, verlegte man ihn in die sogenannte hohe Gasse,bis 1758 ein großes Gebäude (rbc Cloth-hall) dazuaufgeführt wurde, um ihn nicht länger im Freyen zuhalten. Man kann ohne Bedenken sagen, daß diesder wichtigste Tuch-Markt, und überhaupt von wol-lenen Waren, nicht nur in England, sondern in derganzen Welt, ist. Diese kommen theils von entfern-ten Orten hierher, vornehmlich aber ist LeedS mir derumliegenden Gegend der Haupk-Sih von den Zeug- undTuch-Manufakturen. In den benachbarten MarktsFlecken und Dörfern werden sie fabricirt oder gewebt,und zum Färben und Zubereiten nach LeedS geführt;viele werden aber auch gleich fertig zum Verkauf her-ein gebracht. Sonst ging der Tuch-Markt in derhohen Gasse im Sommer um 6, und im Winker um7 Uhr an. Die Markt-Glocke gab den Tuch Fabri-kanten in den Gast-Höfen das Zeichen, ihr Tuch her,bey zu bringen; und dies geschahe mit solcher Ordn-ung, daß ein Fremder sich verwundern mußte, in et-lichen Minuten alle Standplätze mit Tuch bedeckt znsehen. Sobald das käuten aufhörte, erschienen dieTuch-Händler, oder ihre Schreiber und Laden-Die-ner, und machten ihren Einkauf. Dies geschahe mitwenigen Worten; der Verkäufer sagte den Preis,der Käufer that ein Geboth, und gemeiniglich war derHandel gleich geschloffen; auf solche Art wurden wö-chentlich oft in Einer Stunde für 10 ,20 bis 30,000 Pf.Sterl. Waren verkauft. Um halb 9 Uhr wurde die

Glocke

(') 3 m Tour tlirougli Grest Brit. Th. 3 , S. 265, wird dieAnj«hl der Eiiiwvtzner auf 16,330 angegeben.