Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leeds.

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Glocke wieder geläutet, und sogleich verschwanden dieKäufer, Verkäufer und Tücher wieder, so, daß um9 der Markt für die Leinwand-Händler, Schuster,Eisen-und Stahl-Händler, leer war.

Seit 30 Jahren hat dieser Tuch-Markt insoweitaufgehört, daß er je;r in einem besondern Gebäudegehalten wird, wo die Tuch-Macher ibre Tücher täg-lich verkaufen. Dies große schöne Gebäude habe»die Tuch-Fabrikanten selbst auf ihre Kosten, ohneBeyhülfe der Tuch-Händler, die anfangs sehr dawi-der waren, aufgeführt. Es besteht aus einem Mit-tel-Gebäude mit 2 Flügeln. Allenthalben sind eineMenge Fenster, und von solcher Höhe und Größe,daß man die Tücher dadurch so gut besehen kann, alsunter freyem Himmel. Ein Fremder muß nicht ver-säumen, diesen merkwürdigen Tuch-Markt mit an-zusehen, welcher jezt auch zu bequemern Stunden,nähmlich im Sommer um 9, und im Winter um 10Uhr gehalten wird. Man zählt in der Tuch-Halle5 sogenannte Gassen oder Gänge, die alle mit Tü-chern angefüllt sind, deren Werth einegroße Summebeträgt. Damit nichts gestohlen werde, lassen die •Aufseher keinen Träger heraus, wenn er nicht ein Zei-chen von dem Tuch-Macher, welcher das Tuch ver-kauft hat, ausweiset. Seit 1774 hat man auch eineneue Halle zum Verkauf der weißen oder ungefärbtenTücher gebanet, welche aber nicht so groß, als jene,ist. Oben in diesem Gebäude ist ein zierlicher Assem-blee-Sahl mit Spiel-Zimmern angelegt.

Ausser dem Tuche macht man in der umliegendenGegend von Leeds auch sehr viele Zeuge von mancher-len Art, deren Schönheit nicht nur auf die Güte derWolle und des Garnes, sondern auch auf das Preß»Papier oder die Späne (*), deren Zubereitung ein

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