er den Zweck seines Daseyns und kämpfte für dasselbemit der Natur. Wenn er also auch arbeitete, um sichdie Bedingungen seines Unterhaltes zu verschaffen, zvenner, was ohne Zweifel das Erste war, die Früchte nahm,welche ihm die Natur bot, wenn er sich Waffen fertigte,um sich zu vertheidigen, und Geräthe zur Förderung sei-ner Arbeit, so war dieß doch noch keineswegs Erwerbs-thätigkeit. In jener Zeit steht vielmehr die menschliche''Gesellschaft noch auf ihrer tiefsten Stufe, und eine Ent-wicklung der Stande ist noch kaum vorbereitet.
Die mosaischen Sagen von dem Ursprünge des Men-schengeschlechtes sprechen schon von einer Vertheiln »gder Arbeit. Adam, heißt es, baute das Feld, Abelwar ein Schäfer, Cain ein Ackermann und TubalcainMeister in allerlei Erz und Eisenwerk. Bei dieser Ver-rheilung widmen sich Einzelne besonderen Arbeiten, umdadurch die Bedürfnisse der Uebrigen zu befriedigen, undbei dem dadurch entstehenden Verkehre wird das Daseyndes Einen durch das des Andern bedingt. Hier wurzeltdas Wesen der eigentlichen Gewerbe, und in den ersten,zur Sicherung des leiblichen Daseyns unternommenenArbeiten, z. B. Ackerbau, Jagd, Thierzuckt und Verar-beitung des Erzes, liegt der Keim zur nachhcrigcn Son-dcrung ganzer Gewerbsclassen.
Je weiter sich die Betriebsamkeit von dem ursprüng-lichen Erdproducte entfernt und dieses neu zu gestaltenversucht, desto mehr auch muß der Mensch seinen Geistund seine Kräfte dabei in Thätigkeit setzen. Es werden