Band 
Ein und achtzigster Theil, von Lothse bis Lustgebüsch.
Seite
679
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Lumpenhandel.

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Hannover *) durch ihre Lumpensammler die Lum-den tn und um Hannover nicht gut und ohneöwße Kosten einsammeln lassen konnten, selbige^er alle von Schleichhändlern aufgekauft, undbcich Bremen und Hamburg geschickt wurden,>0 entschlossen sich sämmtliche Papiermüller imsolide, zur Hemmung dieses Schleichhandels im^'ahre 1771, mit Genehmigung KöniglicherLandesregierung in Hannover ein eignes Lumpen-magazin zu errichten. Zu Vorstehern dieses Marbazins wurden 2 Papiermeister, und eben so L^ Verwaltern erwählt, die gehörig in Erd und^sticht genommen sind. Zur Anlegung des Ma-gazins schoß jeder Papiermeister zwey PistolenM, so daß der ganze Fond desselben etwa 50a^thl betrug. Jeder Verwalter fährt sein AmtAey Jahre, nach deren Verlauf es der andereVerwalter übernimmt, und hat das Lumpenma«8az,'n in seinem Hause. Er muß den Vorstehern^e Jahre Rechnung ablegen, für den Ankauf,/r Lumpen sorgen, und selbige derjenigen in-ländischen Mühle verabfolgen lassen, die solcheM's dem Magazine verlangt.

Das Mangazin hat seine besonders ange-nommenen Lumpensammler, die für selbiges inUnd z bis 4 Meilen um Hannover, auch nochmatter Lumpen sammeln. Aus Hannover selbst^halt das Magazin jährlich kaum roo Eenrner"Unpen,. obgleich alle Jahr daselbst wenigstens5 vy Centner fallen. Denn in den Häusern der-AlornehmeN verstatten die Lakayen und MägdeLumpensammler den Eintritt nicht, und sieMorsen die lumpen, welches gewöhnlich die be-ll u 4 sten

*) Sie sind, einr ausgenommen, welche ; Meilen entferntfast alle 5 ober mehr Meile» von Hannover.