^ Lungenentzündung des Rindviehes. 707
dey nun erfolgten, Auswurf ja nickt kalt, son-dern wohl überschlaecu, oder wenn es andersdas Vieh zu nehmen nicht vc,ntigert, wohllanlich seyn kann; wie kenn auch überhauptbey diesem Falle alle Erkaltung als höchst nach-theilig zrr vermeiden ist, indem solche diese»heilsamen Auswurf hemmen, und darauf einegrausame Beängstigung, Rasseln im Schlunde,Und zuletzt Ersticken erfolgen würde. Wenn sichdaher ein dergleichen gefährlicher Umstand ausdintorsichtigkcit ausser» sollte: so gebe man alle4 Stunden zwey löffel ;voll von den, MittelRro. IV. und auf dieses jedesmahl ein halbNraaß laues Wasser, worin vorher etwas Hol-luirderblüthe wle Thee augcbrühct worden, und! lasse zugleich den vorhin erwähnten Dampf von! Essig und Wasser fleißig gebrauchen.
! Nicht jetten ist auch der Fall, daß in die-
i Krankheit der nöthige Aderlaß tm Anfange! derabsäumet worden; daher das Uebel alsdann
! §chr schnell über Hand nimmt, die Mattigkeit
l 8rvß wird, und sich alles zu einer anfangenden^auliriß und Brand neiget. In diesem dringen-! den Umstände würde die bisherige Herlart un-zulänglich seyn, und die Fieberrinde ist alsdanndas einzige Mittel, die bey dieser Beschaffen-heit zuweilen das L ieh zu retten vermag. Man^''braucht diese Rinde nach der Vorschrift desMittels Nro. V. rmd giebt davon des Morgensuüh, dann Nachmittags um 4 Uhr, und AbendsMe solche Kugel in Wasser zerschmolzen, undsuhrec damrr bis. zur Abänderung der Krank»heil fort.
! , Man hat aber auch beobachtet, daß der-
pichen Entzündungen zuweilen in eine Verei-sung gegangen, und daher sowohl Geschwüre
y - der