Band 
Ein und achtzigster Theil, von Lothse bis Lustgebüsch.
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715
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Luttgengcschwür. 715

ü'ck, heilen werden. Wenn hingegen der Krankeicdon vor dem Bruche des Eirerbemels an Kraf-erscl öp t war, und die Materie, die er auk-!^"ft, dünn und klar, von mancherley Aarben,^"tig und stinkend ist, der Puls schnell undIchnach bleibt, Schlaf, Appetit und Kräfte„ichr wieder kommen: so sind die bestenArzneyen umsonst, und es ist an keine Gene-l^Ug zu denken. Gleichwohl muß man sie gc-um alles zu versuchen. Sie sind in beyvenfallen einerley und folgende.

So lange der Auswurf zähe und dick ist,wid fest giebt man alle zwey Stunden ei-Spcifeloffel voll von dem obcrwähnteu Flie-"blumenthee mit Essigmeth von Meerzwiebeln,daewifchen alle halbe Stunde eine Tasse^ll Fliedcrblumenthee, oder von der gemeinen^/»gala Wurzel. Das übrige Getränk istmit -Reiß, Hafer oder Gerste gekocht,diesem lehten Getränke kaun es allein seinoewcnden haben, wenn der Auswurf dünnernnd leicht losgehustet werden kann. Manauch frisch gemolkne Milch von Kühen,^lsinilch, Ziegenmilch, oder Ammenmilch,vdcr Gerstenwaffer mit dem vierten Theile Milch"mischt zum Trinken verordnen. Dieß ist,>^ch den Beobachtungen aller Zeiten die beste'Ehrung für Leute, die offene Lungengeschüre^" 1 , oder welches eben dasselbe ist, die in^chr eigentlichem Verstände.schwindsüchtig sind.7-''e Wcchl unter diesen diätetischen Mitteln kannVerschiedenheit der Umstände des Kran-(kes ^ändert werden. Guten verordnete die^"milch, tye„n seine Hauptabsicht war, dasiiene Geschwür zu reinigen, weil sie durchdrim*»der ist, oesicc loset;, hingegen gab er