iL Mamrfacruml und Fabriken.
die gute Einrichtung, die es billig haben sollte,noch nicht hat, daß nähmlich auch diejenigenWaaren und ihr Werth in den Zollregistrrnverzeichnet werden, die bey dem Ein uns Aus-gange nichts entrichten; andern Theils aber, weilsowohl viele Zoll - als Accise-Betrügereien vor-gehen, und der wahre Werth der Waaren öf-ters verschwiegen wird. Will man die Sache' mit einer genauern Richtigkeit wissen, so kannman, wie in den Königlich Preußischen landenwirklich geschehen ist, die Kaufleute, Handwer-ker und alle andere Unterthanen einige Jahrehindurch anhalten, daß sie am Ende eines jedenJahrs ein Verzeichniß eingeben müssen, was fürWaaren sie aus andern Ländern haben kommenlassen, wie viel eine jede an Werth betragt, undwas ein jeder an landeswaaren in auswartigbStaaten ausgeführt und verkauft hat. DieseVerzeichnisse müssen von den Obrigkeiten in Ta-bellen gebracht und daraus allgemeine Tabellenund Extrakte über eine jede Provinz gemachtwerden. In den Preußischen landen ist man sogar so weit gegangen, daß man einen jedenHauswirth hat aufzeichnen lassen, was er fürWaaren aus andern Preußischen Provinzen harkommen lassen, und wieder von den Waaren derProvinz in andere Preußische Staaten Verfüh-rer und verhandelt hat. Auch dieses ist eine nütz-liche Verfügung. Die Regierung muß nicht al-lein die Beschaffenheit des auswärtigen Handelsgenau kennen, sondern sie muß auch die Stärkedes Handels wissen, den eine Provinz mit derandern treibet. Alsdann tappet sie nicht im Fin-stern, und ihre Maasregeln sind nicht aufs ge-rächt wohl ergriffen.