Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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291
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Maräne. 291

schwarz, und bildet nach dem Munde zu einenspitzen Winkel. Der Ring ist silberfarbig; dieBacken sind gelb, der Kiemendeckel bläulich miteiner weißen Einfassung. Die Seiten sind ober-halb der lmie bläulich, ins Gelbe spielend, un-terhalb derselben aber silberfarbig. *) Die Sei-tenlinie, welche mit vier und vierzig wetßenPunkten besetzt ist, macht nahe am Kopfe einekleine Beugung nach dem Bauche zu. Die Brust ,Bauch , Rucken - und Afterflossen sind groß, ha-ben vielzweigige Strahlen und am Grunde eineviolette, sonst aber eine bläulichte Farbe mit ei-ner schwarzen Einfassung. Die Fettstoffe istschwärzlich, die Schwanzflosse gabelförmig, »ndan der Bauchflosse eine Mittelflosse sichtbar. DieSchuppen, welche den länglichten Körper bedek-ken, sind groß, dünn, glänzend, und fallenleicht ab.

In hiesiger Gegend kommen zweverlen Ar-ten Fische unter dem Nahmen Maräne vor, da-von die eine die kleine, die andere aber die gro-ße, oder Madui-Maräne genannt wird. Die-sen Nahmen hat sie von dem Maduisee,") woman sie bisher irriger Weise allein zu finden

T r glaub-

») In dem Maduisee, w» dieser Fisch vorzüglich zu Häu-ft gehöret, werde» an der einen S>ite welche gefan-gen, die m,t einer schönen Silberfarde glänzen, ander andern aber selche, die g,au sind. FlämmingIägerb- S-

") Die Madui ist ein großer srhr fischreicher See, beymAmte Kolbatz, »hnweit Erargard in H ntervvmmcrn,drey Meilen von Stettin L, ,st zwey Meilen langund eine halbe bis eine ganze Meile breir, hat eine»Mä ßign» d und ist an manche» Orten zwanzig di-füns und zwanzig Klafier tief. Nach «iver alten Sa-ge soll die Muräne von einem Mönche aus Italien nidiese» See gesetzt seyn, welches aber sehr unwahrschein-lich ist-