Z14 Marder.
Seine gewöhnliche und liebste Speise sindzahme und wilde Vogel, als Hühner, Gänse, -Enten, Tauben. Er dringt in die Hühnerhäu- !scr und Taubenschlage ein, so bald er nur einkleines Loch aussindig machen kann, nach den ;Enten schwimmt er übers Wasser sehr geschickt, ^und nach den wilden Vögeln klettert er auf dieBaume. Zuerst geht er immer nach dem jun- ^gen Geflügel, welches er ganz in einen Winkel !mit forttragt und verzehrt. Dem alten beißt ier gemeiniglich nur die Köpfe ab und frißt diesenebst dem Blute, nach welchem er sehr begierigist. Doch hat man Beyspiele, daß ein Mardereinige Mahle in ein Hühnerhaus kam, blos ei-nige junge Hühner holte, und die Alten ganzunversehrt ließ. Es kommt hierbcy wohl vielauf seinen Hunger und auf die Zeit an, welcheer sich zu seinen Räubereyen nehmen kann. Woer sich sicher glaubt, würgt er wohl länger. Auchhat man nicht bemerkt, daß er ausgewachsenenGänsen etwas angethan hätte, obgleich er zu de-nen gerade am allerleichtesten kommen konnte-Man will »ielmehr behaupten, daß er die gro-ßen Gänse fürchte — vielleicht nur um ihresGeschreies willen. — Der zurückgelassene !ruch des Marders ist dem Hausgeflügel so n>ü !derlich und furchtbar, daß es nicht wieder i" !den Stall will, wo ein Marder gehauset hat, da- ^her man denselben reinigen und ausräuchern muß'
Außer jenen Nahrungsmitteln frißt der !Hausmarder auch Eyer und Baumfrüchte, »n^in Ermangelung eines Bessern auch Ratten,Mäuse, Frösche u. decgl.
Wie viel er in einer einzigen Nachtgen kann, ist bekannt genug, da die Besu^