Marder. z' 5
des Marders, sder wie ihn gemeine teute nen«nen, des Mards, bey uns keine Seltenheit sind.
Gewöhnlich paaren sich die Marder im Fe-bruar, bisweilen auch zum zweyten Mahle spä-terhin, wenn sie die Zungen zeitig einbüßen.-Bey der Begattung entsteht, wie bey mehrerenThieren, oft ein heftiger Kampf und ein starkesGeschrey unter den Männchen. Das Weibchenträgt 9 Wochen, macht sich ein Lager aus aller-hand weichen Materialien in einer Höhle odereinem Winkel, und wirft Z bis 7 Junge, wel,che 14 Tage blind bleiben, nach dem ersten Mo-nathe schon aus dem tager gehen, und unterpossierlichen Bewegungen spielen, ohngefähr dreyMonathe gesäugt, bey entstandener Gefahr vonder Mutter weiter getragen werden, und im zwey-ten Jahre ihre vollkommene Größe erlangen. Sielasten sich zwar in der Jugend zahm machen, dochwerden sie nicht treu« Hauöthiere. Anfangs giebtman ihnen Milch und Semmel, nachmahls Brotund Fleisch. Außer grünen Kräutern lernen siefast alles fressen.
Außer daß der Marder von einigen Einge-weidewürmern heimgesucht wird, hat er denHund und den Menschen zu fürchten. Die Mar-dcrjazd gehört zur niedern Jagd. Man fangtihn in Tellereisen, Schlingen und Netzxn. Amsichersten geschieht es, wenn man seinen Weg,den er gewöhnlich bey seinen nächtlichen Räube-reyen nimmt, auskundschaftet und dle Falle inden Weg setzt. Das Elfen muß durch Kräuterabgerieben seyn, damit sich die Menschenspurverliere, und zugedeckt werden. Als Lockspeisedient Obst in Honig abgekocht, oder ungesalzeneButter oder Gänsefett mit Allfrankenschalcn,Kampbrr und dem Äraute von Fenchel, Marum