zr8
Margel.
Man nimmt ein Stück Würget, wagt es, undgießt to viel Kochsalzsäure (üpirirub salis communi«)zu, bis sick alles auflöset; >n diese Auflösung tröp-felt man so lange kaugensalz, b:s sich nichts mehrniederschlägt- Dieser Niederschlag ist nun Kalk, denman, nachdem die Säure abgegossen worden, trock-net, wagt, und dadurch erfahrt, wie viel Kalk inder Mischung dcS gebrauchten MärgrlS war. Das,was sich in der Auflösung erhält, besteht auS Thonund einigen fremden Theilen, z. B Eisentheilchcn.Man kann also durch diesen Versuch ziemlich richtigerkennen, ob man Kalk- oder Tyonmärgcl hat? Derunreine, mit fremden Körpern sehr gemischte Mär-grl. verräth sich ohnehin gleich beym äußerlichenAn-ehn.
Was die heterogenen Theile des Margcls,die aber, das Eisen ausgenommen, sehr seltenvorgefunden werden, anbetrifft; so sind solche:Eisenerde, öhlichte Theile, Vitriolsänre, Koch-salz, taugensalze rc.
Der Margel ist nun an Farbe und Güte,zum Behufe der Ackerverbefferung, wozu derMargel bekanntlich vorzüglich benutzt wird, sehrverschieden. Man findet zuweilen in einer undderselben Margclgrubc Margel in Schichten vonverschiedenen Farben. Manche landwirchc, welcheGebrauch von dem Margel machen, und ihreFelder damit düngen, wollen behaupten, daß dergelbe der beste scp, und der nachfolgende sey derblaue. Einige ziehen den fahlen von Farbe nochdem blauen und gelben vor; den braunen undschwarzen rechnet man unter die schlechtesten Gor-trn; ja einige wollen behaupten, daß der schwarzemehr schädlich als nützlich sey. Allein nicht dieFarbe des Märgels, sondern seine Bestandtheileund die der Felder, oder vielmehr die unrechteAnwendung ist Ursache, wenn Schaden durcheine dergleichen Düngung entstehet oder entstan-den ist. Denn z. B., so bestehet der schwarze
Mac-