Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
333
JPEG-Download
 

333

Margel.

z. B. hinlänglich seyn, wenn man dieses Verbes-serungsnütlcl vhngefähr einen halben Zoll hochsogleich als möglich auf den Acker ausbreitenläßt, doch mit dem Unterschiede, daß man vonden oben angezeigten Märgcljorten, den gelbenimmer etwas dicker als den andern aufführenkann, und fünfzig bis sechzig vierspännige FuderMärgel werden auf einen Acker, allwo man ei-nen Dresdner Schäffel Korn hichäet, das rechteMaß seyn, ausgenommen, wen:, der Acker naßist, so kann man etwas mehr darauf fahren, unddaraus folget, weil oftmahls ein Acker hierund da verschiedene feuchte Flecke hat, der Mar-ge! zuweilen auf einen und eben den Acker ver-schiedentlich ausgetheilt, und auch wohl etwasmehr als oben angegeben worden, darauf gebrachtwerden muß.

Hat man durch zu starkes Auffahren desMärgels seinen Acker verdorben, wie solches zu-weilen geschehen kann, so »putz man suchen die-sen Schaden durch Aufführung von ausgestoche-'» nen Rasen wieder gut zu machen, und einen sol-chen Acker ein paar Jahre (ohne wieder Marge!in der Zwischenzeit darauf zu bringen) gut bear-beiten und bestellen, so wird der Acker wieder inguten Stand gesetzt werden. Die Ursache vonsolchem Verderben der Felder durchMärgel liegtallemal darin, daß man, wie bereits gedachtworden, nicht genügsame Kenntniß von den Be-standtheilen des Feldes und des Margels hat;denn wenn man z. B. Thonmärgel auf ohnehinthonreiche und kalkarme Felder bringt, so ist dieArbeit allerdings vergebens, und einige FuhrenKalkmärgel oder gemahlne Kalksteine würden weitmehr Dienste geleistet haben, als fünfzig bishundert Wagen von gedachte»» Märgei.