Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
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z6 Marge!.

Wie lange ein Acker von dem einmahligenUebcrfahreu mit Märgel Ruhen habe, läßt sichim allgemeinen nicht angeben, da theilt der Ackertheils der Märgel sehr verschieden seyn kann.Manche übertriebene jobrcdncr des Marge!? be-haupten, daß der Märgel auf 20 und mehr Jahreseine voüeKraft zeige. Dieses stimmt aber mit dergemeinen Erfahrung nicht überein; denn gewöhn-lich läßt er schon nach zehn Jahren nach, dievöllige Stärke zu äußern, und nimmt sodannimmer mehr ab. Hierauf rechnet man auch beyBtzahlung der Meliorationen eines Gutes, indemsolche Verbesserung durch Margel bis 10 Jahrvoll bezahlet wird. Nachher nimmt die Bejah-lungüsumme von Jahr zu Jahr' ab. In der Re-gel muß ein Acker nach 20 Jahren aufs nenomit Märgel befahren werden, und bemerkt manschon längere Zeit vorher eine beträchtliche Ab-nahme der Wirkung, so geschieht es frühet,wenn die Umstände und die -Ordnung der Feld-wirthschaft des Ortes es zulassen. Wer hierinnachlaßt, hat keine gute Früchte von seinemAcker zu erwarten, woher daö Sprichwort ent-standen ist, daß der Märgel reiche Vater, aberarme Kinder mache.

Es ist aber wohl zu merken, daß man Wech-selsweise , einmahl mit Märgel und darauf mitMist, oder mit beyden zugleich, jedoch in letzte-rem Falle mit beyden minder reichlich, düngen ,müsse. Wird der gewöhnliche Viehmist ganz bey iSeite gesetzt, so entsteht daher eine gänzliche Ent- Ikräfrung des Ackers, welches einem solchen Ver-fahren bereits in den altern Zeiten den Nahmendes Ausmärgelns zugezogen hat; wiewohl auchder Acker durch den Gebrauch einer unrechtenMärgelart verschlechtert werden kann, welches

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