Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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ZZ8 Marge!. !

zor^ällt, ollem andern vor. Das Auffahren eines >'fvlcvcn Märgcls kann man dann weniger als Dün-gung, sondern mehr als Verbesserung des Bodensbetrachten.

Ant schweren bindenden Boden wird hingegenein Märgel erfordert, der wenigstens gleiche, nochbesser, überwiegende Kalktheile hat.

Wenn der Landwirth wissen will, wie reich eingefundener Märgel an Kalkthcilen sey, so wird fol-gender einfacher Versuch ihm solches zu seinem Zweckbestimmt genug angeben.

Man nehme ein bestimmtes Gewicht von dem !fein gepulverten, an der Sonne oder in einer Pfau- >ne auf dem Feuer getrockneten Marge!, vermische 'ihn mit Wasser, und tröpfle so viel Tropfen Sal- ^pitersäure hinzu, bis die Aufbrausung zu Ende ist. -Alsdann thue man eben >o viel Tropfen Salpeter-- lsä, rc mit Wasser vermischt i» ein G as, und mische ivon unaebcaiiotem, möglichst reinem Kalksteine oder IKreide, in fei-es Pulver zen'.osten, den man vorher !gewogen, unter öfterem Umschult-'!« so viel hinzu, bisdas Aufbrausen aufhört. Da eine gleiche Menge Sani eeine oleiche MengeKalk sättiget, so muß die Quantität desim Marge!enthaltenen Kalkes Vergleich senn, wclcheimzweyten' Theile des Versuchs gebraucht worden.

Da der Märgel an der duft am besten zerfällt,so wird er auf das Land gefahren, und bleibt desWinter hindurch liegen. Steinartiger Marge! erfor-dert mehr als «inen Winter, um völlig zu zerfallen,und man bringt ihn daher in England am liebsten ^äuf Akcker, die zu Grase liegen. Er vermehrt den jGraswuchs sehr, und vertilget doch verschiedene Ar- >ren von Unkraut, insbesondere den wilden Saueram-pfer. Mittelst des Lhonmargels bringt man hohestrecknce Land zu einem reichen Klee und Gras-Ek-trage > besonders wenn noch Stalldünger hinzukommt' -

Auch ist eS in England häufig im Gebraucht,

Ci Nipost mit Märgel zu machen, und dann diesesals Topdressing zu brauchen.

Keine Gegend, die Märgel hat, ist von der Na- >t„r verabsäumet, sondern allemahl ««»er vollkomme-nen Cultur fähig! Durch das erste Margeln wird je-der Boden, der nur Heide trug, fähig seyn, so vielGras und Futterkräuter hervorzubringen, als zurler-sten Sudsiftenz des Viehstapelö erforderlich ist. D>"