Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
339
JPEG-Download
 

Margel. 3ZS

scr wird dann bald d.n zureichenden Dünger liefern,uiid auf diese Weile der Boden nach wenigen Iah,ren zum reichen Ertrage kommen. Auf diese Weiseist die Cultur des öden saovige,, Bodens im östlichenNorfo k zu ihrer gcgenwaitigen Höhe gestiegen. Womaii aber, nach dem ersten MäegUn, dem Ackermehrere Äernäenten bz-gewinnen sucht, bevor manden noch gen Dünger amchaffcn kann, da ist dieS'che a,,f ein J.hrhui^ert verl orbrn. Die wenigeDammerde, dir sich seil undenklichen Zeiten auf derWüste erzeugt halte, w rd durch die Kaikihrile deSMä g ls n Bewegung gesetzt, und du'.ch die Korn-sni.r erschdpf.t. Das bi»ße Stroh kann sie nicht wie»decgeden, und man siehet sich bald genöthigt, denausgemärgclten Ausbruch zu verlassen.

Hieraus erh stet von selbst, in wie fern das un,bestimmte Lob und der unbestimmte Tadel des Mär» ,gels richtig sey.

Vorzüglich groß und dauernd ist die Wirkungjedes Kalkes und kalkichwr Erve auf solchen Boden,der die, der Vegetation so nocktheitige Vitriol- oderSchwefelsäure in ei,,igem Uebermaße enthält. Ervertilget diese n cht nur, wenn er in zureichenderQuantität aufgebracht wird, gänzlich, sondern setztauch die darin befindlichen, zur Düngung geeigne-ten Theile in eine Verwesung, welche durch dieHäu-re lange aufgehalten worden, und e Wickelt dagegenseine Luftsäure, die dem Bocea wohlthätig ist- Da-her ist der Margel dann auch auf solchem Bodenvom auffallendsten Nutzen.—

Man rühmt übrigens ganz vorzüglich dencalciiiittctt oder in einem gelinden Feuer bis znmZerfallen gebrannten Kallmargcl, und schreibtihm etnc vier - bis fünffache Wirkung zu, sobaß man nur den 4tcn oder zcenTheil v»n demgebraucht, was. man von ungebranntem Märgelgebrauchen würde.

Außer den Anwendungen des Margcls zueAckerverbessernng gebraucht man ihn auch zukVermischung der Erde zu Orangerien, und z»andern Gartengewächsen. Doch erfordert dieserViargel, folgende Zubereitung: Alan nimmt L

Y 2 Theü