z4» Marge!.
Theile Pferdenrist, der ein Zähe lang im Mist'bette gelegen, und r Theil Märgel, und laßtbeydes zusammen ein Jahr lang liegen. Bis-weilen, und nachdem man merkt, daß der seinerNatur nach schwere Marge! sich unter den Mistdrängt, vermengt man diese Mischung mit Mo-dererde, und nimmt baden gemeiniglich viermahlso viel, als der Mist und der Marge! zusammenausmachen. Die Wirkung dieses also zubereite-ten Düngers ist außerordentlich groß.
Zu Feld-und Spatzier Wegen in den Gär-ten ist nichts bester als der Marge!, wenn manihn auf dergleichen Wege führt, zerfallen läßt,und so viel möglich gleich ausbreitet. Er ver-härtet sich dann in eine Art Mörtel, welcherdergleichen Wegen eine beständige Härte, Festig-keit und Trockenheit gibt; nur muß der Wegin der Mitte ein wenig erhaben seyn, damit derRegen ablaufen kann. Auf Wegen, die in derMitte niedriger find, als auf den Seiten, oderauch nur auf ganz ebenen Wegen, würde ereine ganz widrige Wirkung thun, in einen ganzdicken Koch sich verwandeln, und die geringstetast würde einsinken.
Sonst dienr der Märgel sehr gut als Zu-schlag beym Verschmelzen der strengflüssigen Ei-senerze, daher er auch den Nahmen Hammer-kalk hat; zu einer dauerhaften, unschädlichen undschönen Glasur auf Töpferwaare, wenn er reinvon Eisen ist, und feinen Sand eingemischt hallsa wenn er sehr vielen feinen Sand enthalt,dient er juFormen; bey vielen Thontheilen kannman den Märgel auch zu Töpfergeschirc und ur^.ächtem Porcellan verarbeiten. Zuweilen wirdauch der so genannte Kalkmärgel zu Kalk ge-brannt, der aber gleich nach dem Brennen ge>
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