Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Margcl. Z4Z

untrügliches Merkmahl, weil der eigentliche Thonoder Lehm, den die Töpfer und Ziegelmacherbrauchen, es auch thut; und dieses um so mehr,weil seine thonige Eigenschaft das Wasser anzieht,und wenn er dannc gesättigt ist, nichts mehrdurchsitzen laßt.

Dieser Thon ist aber von dem Märgel leichtzu unterscheiden; denn jener verhärtet sich am'Tage, da dieser zerfallt. Auch der Kalk ist leichtzu kennen, indem er mit Sauren viel heftigeraufbrauset, und an der Luft ungebrannt nichtzerfallt. Wäre es Gyps, so kann man solchenebcnfglls durch Scheidewasser erkennen, weil erdamit nicht, oder doch nur sehr schwach aufbrau-set, und außerdem noch im Brennen harterwird.

Im Falle man aber eben so wenig mitSchaufel und Krampen, als durch Aufmerksam-keit in Hohlwegen und auf den Abhängen derFelder etwas entdecken könnte; so thut derjenigewohl, dem daran gelegen ist, Marge! zu bekom«men, sich des Erdbohrers zu bedienen, welcheran verschiedenen Orten im Gebrauche ist.

Einen dergleichen Erdbohrer besitzt vielleichtentweder eine Herrschaft, eine Gemeine, oderauch Jemand allein; und er kann zum Gebrau-che auögeliehen werden. Man durchbohrt mitselbigem die Dammerde auf ebnen Feldern oderauf Hügeln. Da sich nun in der Höhlung sei-nes Äordertheiles jene Erde eindrängt, die erdurchbohrt, so kann man bey jedesmahliger Her-ausziehung desselben sehen, welche Erdart es sey.Man muß sich nicht abschrecken lassen, tiefer j»bohren, wenn man mit i oder 2 Klafter nochnichts erhalt; denn manchmahl liegen die Mär-gelschichten ungewöhnlich lief.

Y 4 Von