Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Märgel.

lenkungen gewinnen wollte, so würde man ent-weder einen völlig bergmännischen Bau führen,mithin, um die Wasser zu heben, Pumprnkün-ste anlegen, jeden Schacht oder Strecke wohlverzimmern oder gar ausmauern, oder aber dieGrube wegen der häufig zusihenden Wasser baldverlassen müssen. Diese Gewinnungsart würdealso sehr kostbar und t,ur zu oft für die Arbeitersehr gefährlich seyn.

In Bayern und Oberöstrrreich pflegt mandie Märgelgruben auf folgende Art anzulegen,zu unterhalten und den Märgel zu gewinnen,und man muß gestehen, daß sie sehr zweckmäßigsey.

Da der Märgel in diesen ländern in mäch-tigen Schichten unter der Dammerde meist ebnerFelder gefunden wird, so sucht man einen Ab-hang oder Hügel, allwo diese Märgellagen vonder Seit« zu erreicht werden können, welchesauch fast nie fehlschlägt, weil hier diese Schich-ten insgemein sehr weit fonstreichen.

Nun fangt man an, Dammerde und Sandwegzuräumen, und den Marge! zu gewinnen.Da er hier in Gestalt eines ziemlich hartenSchiefers in horizontalen Schichten vorkommt,so bricht er gern in viereckigen Stücken, oderin Parallelopipedis. Man folgt also der Naturund gewinnt ihn in solchen Ablösungen; mansucht nähmlich mit Hauen und Krampen eingroßes einige Zentner schweres Stück dadurchloszumachen, daß man um und um eine Ver-schlammung macht, und solches dann mittelstSroßer Krampen oder Brechstangen herauszuzwin-8tn sucht. Es wird bey der obersten läge ange,sangen, und bis zur Ebensole des Feldes, Flus-se» oder MegeS fortgefahren; jener Märgel aber,

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